Was bleibt, wenn ein Elternteil gehen muss? Judith Grümmer über das Familienhörbuch
Shownotes
Was bleibt, wenn ein Elternteil gehen muss?
In dieser Folge spricht Daniel Jokisch mit Judith Grümmer, Gründerin der Familienhörbuch gGmbH und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, über ein Thema, das viele lieber ausblenden – und das doch zum Leben gehört.
Judith begleitet Eltern mit einer palliativen Diagnose dabei, ihre Lebensgeschichte als Hörbuch festzuhalten – für ihre Kinder. Es entstehen persönliche Dokumente voller Erinnerungen, Gedanken und Gefühle. Nicht als Abschied im klassischen Sinne, sondern als etwas, das bleibt.
Schnell wird klar: Es geht nicht nur um das Erzählen einer Geschichte. Es geht um Identität, um Verbindung und um die Frage, was Kinder wirklich brauchen, wenn ein Elternteil früh gehen muss.
Eine Folge über das Leben im Angesicht des Endes, über die Kraft des Sprechens und darüber, wie aus einer schweren Diagnose etwas entstehen kann, das über Generationen hinweg wirkt.
Themen dieser Episode
- Das Familienhörbuch als Begleitung für Eltern mit palliativer Diagnose
- Warum die Stimme für Kinder so eine besondere Bedeutung hat
- Der Umgang mit Abschied, Erinnerung und Identität
- Die Rolle von Gesprächen in schwierigen Lebensphasen
- Was Kinder wirklich brauchen, wenn ein Elternteil früh geht
- Wie aus persönlichen Schicksalsschlägen ein gesellschaftliches Projekt entsteht
Über die Gästin
Judith Grümmer ist gelernte Journalistin, Gründerin der Familienhörbuch gGmbH und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes. Mit ihrem Team begleitet sie Eltern mit einer palliativen Diagnose dabei, ihre Lebensgeschichte als Hörbuch für ihre Kinder festzuhalten – als bleibende Erinnerung und emotionale Verbindung über den Tod hinaus.
Über den Podcast
UnternehmerMenschen erzählt die Geschichten hinter den Unternehmern. Im Mittelpunkt steht nicht allein der Erfolg, sondern vor allem der Weg dorthin – geprägt von Entscheidungen, Zweifeln und persönlichen Erfahrungen.
Daniel Jokisch spricht mit Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Expertinnen und Experten über das, was oft im Verborgenen bleibt: Verantwortung, Wandel und die Realität des Unternehmertums.
LinkedIn Judith Grümmer: https://www.linkedin.com/in/judith-gr%C3%BCmmer/ Mehr über das Familienhörbuch: https://familienhoerbuch.de/
Mehr über UnternehmerMenschen: https://www.mittelstands-werk.com/ LinkedIn Daniel Jokisch: https://www.linkedin.com/in/daniel-jokisch-nrw/
Transkript anzeigen
00:00:01: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Mittelstandswerk Podcast, dem Podcast aus der Mittelstand für den Mittelstand.
00:00:07: und auf die heutige Folge habe ich mich... Besonders gefreut, weil ich habe zum ersten Mal eine Trägerin des Bundesverdienstkreuzes in meinem Podcast.
00:00:16: Bei mir ist heute Judith Grimmer zu Gast.
00:00:19: Sie ist Geschäftsführer der Gesellschaft darin des Familienhörbuchs und eine gemeinnützige GmbH.
00:00:26: Und Judith, ich könnte jetzt ganz viel erzählen was du alles für Auszeichnungen hast und welche Auszeichnung ein Team bekommen hat aber ich gebe den Gäste immer gerne die Gelegenheit sich persönlich vorzustellen.
00:00:36: also deshalb vielleicht in wenigen Worten und wir werden es gleich vertiefen.
00:00:41: Wer bist du, was machst du?
00:00:43: Und was ist so zweifelsohne besonders an dem, was du
00:00:48: tust?".
00:00:50: Ich bin Judith Grümmer, gelernte Journalistin, ursprünglich Hürfungsjournalistin und leidenschaftlich bei dem Thema Menschen eine Stimme zu geben, Stimme bewaren.
00:01:01: Ich habe die Familienhypologie GmbH nach einer ausführlichen Überlegungs- und Findungs-, Beratungsphase und Gründungsphase eben dann auch gegründet.
00:01:13: Ich bin Mutter von drei erwachsenen Söhnen, ich hab auch Enkelkinder unterdessen, was auch nochmal so die Perspektive auf unser Thema ein bisschen verschiebt.
00:01:24: Darüber können wir vielleicht auch gleich an irgendeiner Stelle mal reden weil ich nämlich jetzt nicht nur Mutter sondern auch Großmutter bin Und ja, das Thema dadurch auch nochmal eine andere Sichtweise bekommt.
00:01:35: Was bin ich noch?
00:01:36: Ja, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes.
00:01:38: Ich freue mich sehr über diese Auszeichnungen und andere Auszeichnungen weil sie einfach nicht nur eine Anerkennung meiner Arbeit sind was mir viel viel wichtiger ist, dass dieses schwere Thema damit auch in die Öffentlichkeit mehr hineingetragen werden.
00:01:56: Das schwere Thema, dass wir nämlich mit Menschen arbeiten, die eine palliative Diagnose haben.
00:02:02: das heißt sie wissen, dass sie unheilbar erkrankt sind, dass die Erkrankung lebensverkürzend sein kann oder sein wird und Sie haben kleine Kinder also mindestens ein Kind ist unter achtzehn Jahren.
00:02:18: im Durchschnitt sind die Kinder sehr viel kleiner.
00:02:20: Kindergarten, Kinder-Schulkinder.
00:02:22: Der Schnitt liegt bei sechs bis sieben Jahren die älteren Geschwister aber schon damit eingerechnet und die kommen zu uns und zeichnen ihre Lebensgeschichte auf professionell von uns begleitet.
00:02:37: ich habe das alleine begonnen dieses Thema und unterdessen habe ich rund hundert Sounddesigner und Audiobiographen die alle ausgebildeten zertifiziert sind.
00:02:47: wir sind ein kleines Team von neuen fest angestellten Davon die meisten in Teilzeit und einem Vollzeitequivalent.
00:02:54: Wir sitzen ja hier sozusagen und hören auch unter Fachleuten vollzeit equivalent von fünf Komma zwei aktuell rund rund zwanzig Ehrenamtlichen, die uns auch begleiten Und Die Arbeit, die wir leisten wird ausschließlich über Spenden finanziert.
00:03:12: Das ist natürlich eine besondere Herausforderung.
00:03:14: Mir ist es aber wichtig, dass Menschen die sich mit einer Diagnose auseinandersetzen müssen, nämlich dass sie möglicherweise sehr weit schon versterben werden, dass sie sich nicht noch überlegen müssen können wir uns ein Familienhörbuch leisten finanziell Sommerurlaub oder Familien Hörbuch, sondern dass wir denen das einfach als ein Geschenk mit in die Zukunft der Kinder geben können und deswegen eben rein aus Spenden finanziert und für die Menschen kostenfrei.
00:03:41: Das war jetzt mal so einen Rundumschlag und ja, das können wir ja das eine oder andere dann an den Themen auch vertiefen.
00:03:49: Hundert Prozent!
00:03:50: Und du hast es jetzt gerade so schön professionell erzählt, geteasert und da würde ich gerne als erstes darauf eingehen, damit unsere Zuhörerinnen und Zuhärer konkret wissen was es ist.
00:04:08: Also ja... Es ist ein super schwieriges Thema!
00:04:13: Ich bin selbst auch Papa von der kleinen Tochter.
00:04:16: zum Glück ist da heute alles in Ordnung.
00:04:21: aber vielleicht kannst du mal so einen Ich nenne es mal, es würde nicht den klassischen Fall geben.
00:04:27: Das würde dem Thema ja auch nicht gerecht werden aber vielleicht einen beispielhaften fall aus der praxis nennen wie man denn auf euch kommt und was man dann mit euch gemeinsam macht um warum man das überhaupt macht.
00:04:41: ich weiß dass jetzt die alle die uns zuhören vielleicht nicht und deshalb finde ich schön wenn du das einmal machen würdest weil dann sind wir auch direkt tief im thema glaube ich drin.
00:04:53: Ja also als erstes steht da eben diese Diagnose im Raum, unheilbar und lebensverkürzend entweder aus heiterem Himmel oder eben schon nach einer längeren beispielsweise Krebserkrankung wo man immer wieder die Hoffnung hat wir haben es geschafft.
00:05:05: Und ich bin krebsfrei und dann kommt das Rezediv und dann auch die Notwendigkeit sich damit auseinanderzusetzen.
00:05:17: was mache ich als junge Mutter oder junger Vater?
00:05:21: meinen Kindern, meinem Kind hinterlassen.
00:05:23: Und es gibt unterdessen sehr viele Kliniken und Fachärzte auch Psychoankologen die von unserer Arbeit wissen und uns empfehlen.
00:05:33: Es gibt Selbsthilfeorganisationen wir sind auch im sozialen Netz sehr aktiv und wenn so eine Diagnose in eine Familie in ein soziales Umfeld einschlägt dann sind ja viele Leute erstmal vollkommen erstarrt und konstaniert, und wissen gar nicht was sie jetzt sagen wie sie reagieren sollen.
00:05:57: Und viele haben tatsächlich dann schon irgendwo in diesem Kreis vielleicht mal davon gehörte ein oder andere dass es dieses Familienhörbuch gibt.
00:06:04: und dann wird geguggelt und gesucht und dann findet man uns und dann schreiben entweder die beste Freundin der Partner, die Partnerin Potenzielle Projektteilnehmer, wir sagen nicht Patienten weil wir ja keinen medizinischen Auftrag haben.
00:06:22: Schreibt uns an und fragt hey kann ich mit euch ein Familienhörbuch machen?
00:06:27: Und dann schauen der nochmal ob die Diagnose wirklich eine Palliative ist und die Kinder minderjährig sind.
00:06:33: Ein bisschen Formalitäten erst mal am Anfang und dann können wir hoffentlich je nach Geldlage recht schnell die Zusage geben.
00:06:42: Dann sieht das so aus, dass zunächst mal noch ein Gespräch mit einer Psycho-Onkologin, die uns ehrenamtlich unterstützt geführt wird.
00:06:49: So gibt es bestimmte Themen und bestimmte Sorgen.
00:06:52: Können wir irgendwo jetzt im Vorfeld auch ja die Arbeit vorbereiten?
00:06:57: Jetzt auch nochmal Sorgen fragen dem Projekt teilnehmenden nehmen, dann organisieren wir.
00:07:04: wo finden die Aufnahmen statt.
00:07:06: Also fahren wir zu den Leuten hin?
00:07:08: oder kommen sie irgendwo hin?
00:07:09: Oder arbeiten wir online?
00:07:12: oder es gibt viele Möglichkeiten.
00:07:14: ist derjenige vielleicht schon auf der Palliativstation oder im Hospiz Dann fahren wir auch dorthin.
00:07:20: also da checken wir einfach die Möglichkeiten ab.
00:07:24: Wir planen drei Tage ein oder sechs halbe Tage, oder je nach Gesundheitssituation natürlich und auch nach familiärer Situation.
00:07:34: Sind die Kinder in der Zeit betreut?
00:07:36: Also kann man sich dann rausziehen mal für drei Tage aus dem Familienleben und das wird alles abgeklärt.
00:07:41: Und dann suchen wir die entsprechende Audiobiografin, den entsprechenden Audiobiographen aus unserem Team.
00:07:47: Also wer ist in der Nähe?
00:07:48: Soll es ein Mann sein oder eine Frau sein?
00:07:50: Gibt's vielleicht einen bestimmten kulturellen Hintergrund was vielleicht besonders gut matcht und so weiter und sofort.
00:07:56: und dann nehmen die Audiobiografen oder der oder die Audi Biografien Kontakt auf und da wird geplant und dann finden diese Aufnahmen statt und dann wird das ganze Material an den Sound Designer gegeben.
00:08:10: Die sind auch qualifiziert ausgebildet, weil sie auch mit den Ohren der Kinder schon in der Produktion hören müssen.
00:08:17: Die Projektteilnehmen suchen Musik aus die Sie vielleicht gerne hören möchten.
00:08:21: Kramen im alten Tonaufnahmen möglicherweise wie sie Blockflöte gespielt haben vom Weihnachtsbaum als sie neun Jahre alt waren oder ob irgendwie von einer Schulabschlussfeier da vielleicht noch irgendeinen Ton zu hören ist oder so.
00:08:35: was bauen wir gerne mit ein.
00:08:36: also wer arbeiten gern mit historischem Tonmaterial privatem den großen historischen Tonmaterial, wo haben die sich kennengelernt?
00:08:45: Papa und Mama?
00:08:46: vielleicht beim Fall der Berliner Mauer.
00:08:48: Dann kommt natürlich auch so ein bisschen Historisches da rein um das Ganze einzubinden.
00:08:53: oder haben sie sich kennen gelernt während der Corona-Zeit?
00:08:58: was ist Corona Zeit, was ist Lockdown, sowas wird dann alles eben mit erklärt weil es auch ein Zeitdokument ist.
00:09:03: Und aus dem Ganzen bauen wir dann einen Hörbuch im Schnitt so sechs bis sieben Stunden lang.
00:09:09: Kann kürzer sein, kann länger sein und das ist dann ja wie Kino im Ohr für wenn es möglich ist natürlich noch für die Projekteilnehmenden selber, dass sie das selber hören und genießen können auch vielleicht gemeinsam mit ihren Kindern oder damit der Familie hören können Ausschnitte, vielleicht bestimmte Kapitel oder dann eben auch in das Leben nehmen, in die Zukunft leben.
00:09:39: Nehmen ohne Mama und ohne Papa und was ganz viele ihr Antworten auf die Frage hat wer warst du Mama?
00:09:46: Wer warst Du Papa?
00:09:48: Und diese Antworten klingen natürlich im Laufe des Lebens immer ganz anders.
00:09:52: also ein zehnjähriges Kind hört das anders als ein achtzehnjähriges und ein Kind was selber jetzt erwachsen geworden ist und vielleicht selbst auch Mutter wird oder Vater wird, das Hörbuch nochmal anders hören.
00:10:05: Und so wird dieses Hörbuch im positivsten Fall wirklich ein Dokument was mit in ein Leben geht und letztendlich auch noch für die Enkelkinder interessant sein kann weil es dann eben auch ein Zeitdokument ist, ein historisches Dokument und etwas über Familiengeschichte erzählt authentisch und das Ganze... Das ist das Wichtige.
00:10:25: mit eigener Stimme erzählt also die Stimme So als Spiegel der Seele, wo eben die ganze Fülle der Emotionen Kraft Schwäche Liebe Wut vielleicht auch mal Verzweiflung Freude Amüsement Alpernheit Alles eben in dieser Stimme mit schwingt.
00:10:45: und das macht so dieses besondere eines Familienhörbos auf.
00:10:50: Du merkst immer sehr ausführlich.
00:10:52: Das ist meine Leidenschaft Und meine Begeisterung Die und meine Überzeugung dass das wirklich ein Ein gutes Geschenk für die Zukunft ist vorausgesetzt natürlich, dass diejenigen, die das produzieren – also wir als Familienhörbocki GmbH auch wissen, dass wir mit den Ohren der Kinder hören wollen und müssen.
00:11:14: Und es darf alles erzählt werden aber wir natürlich oft das Wie auch achten!
00:11:21: Also wie ist es ein Geschenk und keine Bürde, kein Pampflet und keine Abrechnung.
00:11:28: Sondern wirklich etwas was positiv warhaftig aber positiv mit in die Zukunft begleiten?
00:11:35: Ja,
00:11:36: du hast gerade gesagt Stimme.
00:11:37: also ich höre zu und denke Puh das ist ein ganz schönes... Also wenn man's an meiner Stimme hört, dass ist ein Ganz schönes Brett wie man so Platz sagen würde und das ist nur beim Zuhören, ich kann mir vorstellen wenn man da dann involviert ist.
00:11:52: Da muss man sich seine Mechanismen zurechtlegen damit man zwar mit fühlt aber nicht mit leidet sozusagen weil das sind ja Themen die wir uns glaube ich leider alle ganz gut vorstellen können.
00:12:10: Das heißt aber zusammengefasst Ich möchte es einfach noch mal auf den Punkt bringen Es ist im Prinzip so Ihr habt klassischerweise eine Familie, Papa oder Mama.
00:12:20: Sind unheilbar krank Kinder sind im sind unter achtzehn ob jetzt eins oder mehrere ist egal und dann nehmt ihr quasi ein Hörbuch des Lebens sozusagen auf der der Teil nehmen den also dann der erkrankten Person sozusagen und macht das aber nicht so im Sinne von oh es ist ne ich sag mal wie wie ein Rückblick, sondern es ist schon ja eine Art... Guck mal so war dieser Mensch der unheilbar erkrankt ist.
00:12:57: Das heißt wir schneiden die Highlights des Lebens zusammen, sondern entwickelt sich da auch eine Geschichte.
00:13:04: oder wie darf ich mir das vorstellen?
00:13:09: Also wir sind ja die Begleiter, also stellen uns das vor wie eine Bergwanderung.
00:13:13: Wir gehen zusammen der Projektteilnehmende und wir gehen gemeinsam auf eine Bergwandernung.
00:13:22: Da sind Klippen, da sind Schwierigkeiten.
00:13:24: Da sind aber auch gerade Ebenen.
00:13:25: Da gibt es vielleicht auch Wege die man vorher gar nicht gesehen hat, die man geht.
00:13:28: Also so gehen wir durch das Leben hindurch.
00:13:31: Manchmal gilt derjenige vorab und stürmt los weil er eine Idee hat und weiß wo er hin will.
00:13:38: Manchmal nehmen wir ihn an der Hand oder machen einen Steikeisen dabei um vielleicht mal wirklich ein Hindernis zu überklettern.
00:13:45: Wir sind dabei begleiten und wir schützen, und wir tragen und wir helfen.
00:13:51: Aber natürlich die Geschichte und das was wichtig ist kommt aus den Erzählenden selbst.
00:13:55: Wir öffnen die Erinnerungstürchen und stellen die entsprechenden Fragen Und die meiste Zeit kehren wir eigentlich das Leben.
00:14:03: Eine Bergwanderung ist anstrengend und da bleibt einem auch mal flüsten durch vielleicht die Luft weg aber es ist ja etwas Schönes der am Ende sitzen wir oben auf dem berg auf dem Gipfel schauen so über die landschaft dass es das leben.
00:14:17: Dann kommt Inhaltsverzeichnis, Vorwort und Nachwort zum Schluss weil wir wissen was wir alles so erzählt haben in diesen drei Tagen.
00:14:25: Und das ist eigentlich ein Feiern!
00:14:28: Der Anlass ist der Traurige nämlich die Diagnose.
00:14:32: aber das Erzählen das ist nochmal erleben nachleben vielleicht auch sagen mein Gott das habe ich ganz vergessen.
00:14:42: oft steht am Ende Ich wusste gar nicht, wie reich mein Leben gewesen ist.
00:14:46: Wir reden ja von Menschen, die dann sagen, ich habe mein Leben bis zum letzten Moment voll ausgekostet und bin darüber uralt geworden, sondern das sind Menschen, der eigentlich in der Mitte des Lebens stehen würden aber dennoch am Ende sind weil sie möglicherweise schon sehr bald versterben werden.
00:15:07: Aber auch da diese Fülle des Lebens, die auch diesen Menschen erlebt haben In einer Situation, in der sie krank sind und oftmals zunächst mal nur noch die Krankheit sehen.
00:15:17: Auch alle drumherum es geht nur noch um die Krankheiten.
00:15:20: Und da reden wir aber den ersten Kuss.
00:15:22: und warum Papa oder Mama sich mit viertzehn die Haare lila gefärbt hat?
00:15:27: Oder warum zwischendurch mal sie die Schule geschmissen haben und dann vielleicht doch wieder losgelegt haben und einen Weg gefunden haben und all das getragen von... von Authentizität und von Liebe, mit eigener Stimme erzählt.
00:15:42: Das ist so das was es so besonders macht für die Erzählenen aber auch für uns als Wegbegleiter weil es wird geprägt durch Lebensfreude natürlich auch durch Tränen die wir aushalten aber auch durch ganz viel Lebensfreuden durch Dankbarkeit durch Liebe.
00:16:00: ohne Liebe würde so ein Hörbuch gar nicht entstehen.
00:16:02: Es ist getragen von der Liebe zu den Kindern vielleicht auch zu den Partnern zu dem Partner, zur Familie je nachdem wie die Geschichte ist.
00:16:10: Und letztendlich ist es ja wir feiern das Leben und der Anlass ist der Traurige aber das Leben sind ja nicht von Anfang an immer Patient gewesen über jemanden der Brustkrebs oder der Pankreas so wie man sich hinter so reduziert fühlt sondern es ist ein gelebtes Leben und das dokumentieren wir uns auch
00:16:35: Sehr, sehr schön.
00:16:36: Wie du gesagt hast, das ist ein schwieriges Thema aber auch wie ich finde ein wichtiges Thema und eine tolle Chance und eine tollen Möglichkeit die man natürlich den Menschen dann gibt einfach nochmal, wie du sagst, das Leben zu feiern vielleicht auch selber in dieser ... es ist ja im Prinzip zumindest eben im irdischen Leben auswechslose Situation einfach noch mal sich auf das positive zu besinnen und dazu sagen, naja es ist nicht nur der Kampf gegen sondern es gab ja auch was.
00:17:10: Also finde ich ganz beinahe nicht minder schwer und deshalb für mich spannend das geht bei unseren Gästen ja ganz oft einmal um Was machen sie?
00:17:23: Das hast du jetzt glaube ich erzählt.
00:17:25: Ich glaube wir stellen auch schon fest kein klassisches Wirtschaftsunternehmen, was heute zu Gast ist bzw.
00:17:32: keine klassische Geschäftsführerin eines Wirtschaftsunternemens sondern wir haben das eben angesprochen es eine gemeinnützige GmbH, du hast schon gesagt ihr finanziert euch durch Spenden etc.
00:17:45: Jetzt stelle ich mir natürlich die Frage wie kommt man denn dazu?
00:17:49: Also das ist glaube ich so einer der wenigen Punkte.
00:17:52: ich stelle ganz auf die Frage und ich werde sie auch gleich dir stellen Was wolltest Du denn mit zwölf machen?
00:17:57: behaupte mal, die Antwort wird bei dir auf keinen Fall gewesen sein.
00:18:01: Ja ich will immer so ein Familienhörbuch machen weil das ist wichtig... Ich weiß gar nicht ob ein zwölfjähriges Kind das so fassen kann aber wie bist du denn dahin gekommen?
00:18:12: Also wie sah dein persönlicher Lebensweg aus?
00:18:16: damit man dann wahrscheinlich als Resultat von ganz vielen Ereignissen und aus ganz vielen Erfahrungen Ja, ich möchte schon, das meine ich gar nicht.
00:18:27: Gar nicht werden, aber eine so eine verrückte Idee kommen.
00:18:32: Ich kannte das bis wir uns kennengelernt haben oder ich von euch gehört habe, kann dich das gar nicht und ich würde ja nie auf so eine Idee kommen!
00:18:39: Und ich glaube es geht vielenso.
00:18:41: wie kommt sowas zustande?
00:18:43: Also ich weiß gar nicht was ich mit zwölf werden wollte vermutlich Prinzessin oder relativ weit.
00:18:48: danach wollte ich dicht darin werden.
00:18:50: auch das war meine Idee also ein bisschen was kreatives war da schon.
00:18:57: Ich habe sehr früh als Journalistin angefangen, weil ich mein Studium mit dem Journalismus schon verdient habe.
00:19:06: Und ich bin noch als Schülerin sehr früh mit dem Tod konfrontiert worden.
00:19:11: Mein erster Freund ist gestorben, da war ich gerade achtzehn Jahre alt und zwar von einem Tag auf den anderen war er tot!
00:19:17: Und ich musste mich eben in dem Alter mit dem Tot auseinandersetzen.
00:19:22: Das war einerseits natürlich furchtbar traurig, gar keine Frage.
00:19:25: Es wirft ein vielleicht ja auch aus der Bahn erstmal aber ich habe eben auch damals schon gespürt wie schön es ist zu leben.
00:19:36: also während der erste Mann den ich geliebt habe als auch als Frau geliebte habe jetzt einfach tot und kalt war spürte ich meine warme Haut und dass mein Blut fließt und meinen Atem und ich durfte weiterleben.
00:19:53: Das hat mir sehr früh die Angst tatsächlich vor dem Thema Tod und Sterben genommen.
00:20:00: Und ich habe es wahrscheinlich auch auf dieser Art verarbeitet, als ich dann eben Journalistin wurde – da war ich zwanzig, weil ich mir mein Studium schon so finanziert habe – und ich zufälligerweise oder vielleicht war das doch kein Zufall in eine Medizinreaktion kamen.
00:20:16: Da war es so, dass ich ja sofort ... Patienten geschickt wurde.
00:20:22: Es war damals die Zeit, in der AIDS kam, aufkam und noch nicht so genau wusste was das eigentlich ist.
00:20:28: Und ich habe mich getraut mit diesen jungen Menschen, die damals alle ein Todesortal hatten mit dem Virus Dass Ich mit denen ins Gespräch kam und dass sie mir ganz viel erzählt haben und ich hab das gut ausgehalten.
00:20:45: Ich habe nie über meine Erfahrungen erzählt aber ich glaube, dass sie damals schon gespürt haben.
00:20:50: Da ist irgendwas bei dieser jungen Göhre, würde ich jetzt mal sagen mit zwanzig.
00:20:55: Trotzdem kann man mit der Reden und die hört zu und die weiß auch wann sie das Mikrofon mal ausmacht.
00:21:00: Und so bin ich da so reingegangen habe mich rein entwickelt dass mich eigentlich Menschen in existenziellen Situationen Krisensituationen, auch Glückssituationen.
00:21:12: Aber vor allem Krisens situation einfach immer besonders beschäftigt haben oder ich mit denen besonders gut ins Gespräch kam.
00:21:19: und Ich habe das immer als ein Geschenk für mich selber empfunden Mit Menschen Ja ins gespräch zu kommen vor allen Dingen auch mit diesen menschen ins gespricht zu kommen.
00:21:29: Und Als ich dann selber mutter wurde Und wer war ja klar Sterblich sind nicht nur die anderen und nicht nur Die anderen können krank werden sondern Das kann jedem.
00:21:40: Also auch mir selber passieren, habe ich mich als junge Mutter gefragt was würde ich eigentlich tun wenn ich wüsste?
00:21:45: Ich würde bald sterben.
00:21:47: und ich hab mir damals gesagt, ich würd' mir Kassettenrekorder nehmen und wird einfach da irgendwas drauf erzählen singen Geschichten erzählen vielleicht Gebete oder was auch immer mehr wichtig ist Wird ein bisschen was aus meinem Leben erzählen wird mein Lachen vielleicht auch meine Traurigkeit Das alles irgendwie bewahren und dann den Kindern hinterlassen.
00:22:11: Und das war so eine Idee, die ich eben schon als junge Mutter hatte, die aber damals technisch gar nicht realisierbar war.
00:22:19: Also es war ja noch lange vor der digitalen Zeit und Gott sei Dank blieb ich gesund und mich ereilte – nicht so eine Diagnose und musste das in die Tat umsetzen.
00:22:30: dann irgendwann erinnert ich mich an diese Idee und an dieses Menschen eine Stimme geben, Stimme bewahren.
00:22:36: Und ich habe zunächst mal Familienhörbücher, das fing in den Jahr zwei Tausend Vier an gemacht mit Senior, weil ich einfach Lebensgeschichten immer spannend fand und mich dafür immer interessiert habe.
00:22:49: Das Interessante war bei diesen Familienhörbüchern mit Senioren, wo ich natürlich viel dann für die späteren Hörböcher gelernt habe.
00:22:55: Dass in der Generation, mit der ich damals gearbeitet habe... ...die sehr alten Menschen durch ihre Kriegserfahrung eigentlich so auf Überleben programmiert waren,... dass sie oftmals auch die Tonaufnahmen toll fanden aber immer weiter hinausgeschoben haben.
00:23:11: Jetzt kann ich nicht und das ist nicht so wichtig!
00:23:15: Also, ich erinnere mich an eine Frau, die war in der Femme und die Familie hatte gesammelt für so ein Hörbuch.
00:23:21: Das war ein kommerzielles Angebot.
00:23:23: Und sie sagte, nee, ich muss noch die Reise machen und ich muss das.
00:23:27: Und irgendwie alle sagen, mach doch!
00:23:29: Mach danach die Reisen!
00:23:32: Die fand die Idee gut, aber wollte nicht.
00:23:35: Und dann habe ich mir einfach überlegt so wer würde sich denn wirklich freuen wenn die Familiengeschichte oder die Eigenlebensgeschichte aufgezeichnet würden?
00:23:42: und da erinnerte ich mich an diese Idee mit dem Kassettenrekorder?
00:23:46: Und hab dann eben angefangen Konzepte zu schreiben mit Ärzten zu sprechen mit gerade in der Palliativmedizin.
00:23:53: Palliative Medizin war auch ein Spezialthema von mir durch die ganzen Jahre.
00:23:57: und dann habe Tatsächlich, um den ersten Pilot-Hörbuch zu machen mit Sandra.
00:24:08: Das war eine junge Frau.
00:24:10: Sie ist ein forty Jahre alt und hat neunjährige Tochter.
00:24:13: Sie krebt im präfinalen Stadion und wissen, dass sie Weihnachten nicht mehr erleben würde.
00:24:22: kam sie dann und nahm die Möglichkeit, dass ich mit ihren Hörbuchaufnahmen gerne war.
00:24:28: Und mit diesem Hörbuch bin ich dann zu Ärzten gegangen, bin zur Kliniken gegangen, hab gesagt hier so kann sowas klingen.
00:24:34: Muss sowas ja gut vorbereiten!
00:24:35: Ich hatte keinen Masterplan oder auch kein Business-Plan aber ich hatte so ein Hör Buch.
00:24:40: Dann fand ich eben den Art der sagte das Machenbar.
00:24:45: Das war damals der Präsident, der damals der Presidente der Deutschen Akademie für Palliativmedizin, Professor Ratburg in Bonn.
00:24:51: Er sagte, sie müssten ja so noch Geld finden.
00:24:53: Und wenn Sie das Geld gefunden haben, dann legen wir los.
00:24:55: und ich habe das Geld gefunden!
00:24:57: Ich hab eine erste Stiftung gefunden.
00:25:00: Die sagte, wir machen das zusammen mit der Uniklinik.
00:25:03: Ich wollte immer eine wissenschaftliche Begleitung haben dessen.
00:25:08: Dann sind wir in einer Pilotphase gestartet als One-Woman Show mit der UniKlinik Born im Hintergrund nahm die ersten Hörbücher.
00:25:22: So fing das ganz an.
00:25:24: Also auch irgendwie was, was dich ja vielleicht unbewusst begleitet hat.
00:25:32: dieses wenn du nicht möchtest ist okay aber dieses mit achtzehn als dein Partner verstarb war das dann auch aufgrund von der Krankheit oder Unfall?
00:25:41: Oder weil?
00:25:42: du hast eben glaube ich gesagt es war so von jetzt auf gleich.
00:25:47: Ja,
00:25:47: das kann ich auch offen sagen.
00:25:49: Weil es ja auch ein riesen Tabuthema ist... Der hat sich umgebracht und seine Eltern haben nach seinem Tod gesagt Ich habe ihm zwei Jahre Leben geschenkt.
00:25:58: Er hatte schwere Depression.
00:26:00: Das hab' ich als junges Mädchen nicht realisieren können Und diese letzten beiden Lebensjahre Habe ich ihm geschenk aus Sicht der Eltern.
00:26:10: Es war eine schöne Zeit aber dann eben sehr abrupt.
00:26:16: viel, viel lernen und viel verstehen.
00:26:20: Hab das aber als Journalistin dann eben auch tatsächlich ja auch immer versucht zu hinterfragen indem ich als Journalisten kann man hier alles recherchieren?
00:26:30: Ich habe mich natürlich stark mit Depressionen, mit Suizid, mit Krankheit, mit Sterblichkeit, mit zurückbleiben, mit diesen ganzen Dingen beschäftigt und ich hab das aber nicht ausnahm Ja, nicht mit Schmerz sondern eigentlich mit Dankbarkeit.
00:26:48: Dass ich diesen ersten dicken Schicksals schlag, dass ich den so gut überstanden habe und auch so voller Dankbarkeits- und auch ein voller Liebe zu diesem ersten Mann meines Lebens was mich sicherlich sehr geprägt hat für den Rest meines Lebens.
00:27:09: Und wenn ich da heute so offen darüber sprechen kann Dann deswegen, weil ich glaube dass damals auch die Menschen gespürt haben sie hat irgendwas erlebt.
00:27:21: Ich habe damals nicht darüber gesprochen oder nur im privaten Umkreis aber das ist ja nichts Böses was mit Schuld zu tun hat.
00:27:33: Obwohl man natürlich immer denkt, was hätte man besser machen können?
00:27:35: Hätte man retten?
00:27:36: Hättet man?
00:27:37: Hette man?
00:27:38: Das denken alle die mit Schicksalsschlägen konfrontiert werden.
00:27:42: aber dass offen darüber reden auch über solche Themen ist glaube ich sehr wichtig und deswegen kann ich das auch so offen sagen und das hat natürlich mein ganzes Leben geprägt Aber nicht durch Depression oder Verzweiflung sondern einfach durch eine tiefe Dankbarkeit und mit einem ganz, ganz großen Jahr zum Leben.
00:28:07: Das Leben feiern, Lebensfreude, Lebenslust wirklich auch mal mutig sein.
00:28:15: Also das Ganze hat sicherlich auch was mit diesen Erfahrungen zu tun und auch dieses einfach immer wieder aufstehen und weitermachen.
00:28:26: Weiter machen, weiter machen.
00:28:28: Das ist ein Ziel nicht!
00:28:30: aus den Augen verlieren.
00:28:33: Und ja, das ist natürlich so eines der ersten Dinge die mich sehr stark geprägt haben aber wo ich denke dass alles hat zum Familienhörbuch geführt und so etwas entsteht eben nicht in der Komfortzone des Lebens sondern gerade dann wenn man aus diesem wunderbaren Karussell zwischendurch rausfliegt und sich dann aufrabbeln muss sich neu verorten muss und dann weitermachen muss.
00:29:01: Ja, und da ich fragen... Du hast es ja angesprochen.
00:29:06: Ich hatte das irgendwie ein Gefühl als du es gesagt hast aber hast du das alleine geschafft oder wie?
00:29:13: Wie konntest du dafür sorgen?
00:29:15: Du hast aus diesem, ich sag mir fast schon wissenschaftlichen Ansatz betrachtet.
00:29:20: Du hast recherchiert, Depression, Suizid.
00:29:25: Dann versteht man natürlich Ganz viel.
00:29:30: Ich sage ganz oft immer ja verstehen, bekommt den Trostpreis weil du hast ja nicht... Also damit ist das Thema ja nicht weg und ja hattest du dann Menschen mit denen du sprechen konntest die dir geholfen haben?
00:29:43: Weil jetzt wenn ich jetzt mit dir rede man merkt ja du hast ohne jetzt weitere Geschichten zu kennen aber man merkte an was er wahnsinnig viel erlebt erfahren und du blickst ja ganz anders auf Das ist meiner Perspektive ganz anders auf das Leben, als dass viele andere Menschen tun.
00:30:00: Ich glaube man entwickelt natürlich wenn man solche Schicksalsschläge zum einen selber erlegt hat und jetzt suchst du dir ja im Prinzip ein Tätigkeitsfeld was permanent mit solchen Themen arbeitet und ich höre dir zu und ich merke so bin da feinfühlig wie sich so Dinge mir zusammenziehen weil man also ich reflektiere dann nehme auch mein eigenes Leben.
00:30:24: Das ist zum Glück nicht präsent, aber es gibt ja andere Themen.
00:30:29: Es gibt auch Abschiede die nichts mit Tod oder Ähnlichem zu tun haben und man kommt ja ins Nachdenken.
00:30:37: Und das ist ja ganz schön was man dann trägt!
00:30:41: Ich kann mir vorstellen dass alleine zu tragen ist natürlich auch eine wahnsinnige Bürde ... hattest du da Mechanismen oder hast du bis heute Mechanismien?
00:30:52: Weil du erlebst ja so ziemlich die intensivsten Schicksalsschläge, die es so gibt.
00:30:57: Also ich finde wenn sobald Kinder mit da drin sind ist alles irgendwie... ... doppelt schwer vielleicht gar nicht immer für die Kinder selber aber zumindest fahre drum rum!
00:31:07: Ja das ist eine sehr gute Frage und ich glaube ich habe gerade so eine kleine Erkenntnis, die ich vielleicht tatsächlich in meinem Leben noch gar nicht hatte.. ..oder mich noch nicht mit beschäftigt habe nämlich wer hat mir damals geholfen Also meine Eltern, seine Eltern der Freundeskreis.
00:31:24: Es gab aber keinerlei professionelle Hilfe und auch das dass ich darüber geredet habe auch damals.
00:31:32: also ich kam nach drei Tagen wieder in die Schule und hatte in den drei Tagen gründlich abgenommen und sah sicherlich auch sehr gestresst aus.
00:31:40: und dann wurde ich gefragt was ist denn mit dir passiert?
00:31:43: Und dann hab ich das erzählt und das war eigentlich schon ein Tabubruch Ich hätte darüber gar nicht reden dürfen in der Schule.
00:31:49: Ich habe eine Englischarbeit an meinem ersten Tag, als ich wieder zurückkam geschrieben.
00:31:53: Die hab' ich oh wie erstaunlich mit einer Sex abgeschlossen.
00:31:57: die Sex ist voll bewertet worden also es ist keinerlei in der Schule und damals hat auch keiner... Es gab eine Lehrerin, die irgendwann mal zu mir kam aber ansonsten alle haben nur geschwiegen Und das ging eigentlich so weiter und ich habe gemerkt wie wichtig das reden ist und dass wenn ich keine Hilfe bekomme nicht mehr entgegen gebracht wird, dann muss ich mir die Hilfe suchen und das habe ich getan.
00:32:23: Das habe ich sehr erfolgreich getan indem ich einfach mit Freunden gesprochen habe in dem ich dann eben recherchiert habe.
00:32:29: und was aber so als Erfahrung vielleicht auch wirklich meine Arbeit mitträgt ist dass die Arbeit am Familienhörbuch auch wie viele andere journalistische Themen die ich dann in diesen thirty-fünf Berufsjahren war beim Deutschlandfunk vor allem als freie und bei WDR in diesen schwierigen Themen, ich glaube was immer wieder so die Einladung war.
00:32:54: aber nicht nur Menschen eine Stimme zu geben sondern reden hilft.
00:32:58: Reden ist immer besser als drüber schweigen.
00:33:00: Ich rede jetzt nicht von Schwätzen, ich rede nicht von Wojurismus bedienen, ich rede nicht von sich irgendwie groß produzieren sondern einfach reden öffnet, reden gibt auch anderen Menschen die Möglichkeit mit dir ins Gespräch zu gehen Weil ja viele sich drum herum gar nicht trauen.
00:33:20: Das kennt jeder, der eine Diagnose hat, eine Krebserkrankung oder etwas wo man vielleicht auch wirklich dann wie bei einer Krebserkrankung sieht Die Haare sind weg und und und Und man erlebt dass die Menschen um einen herum verstummen.
00:33:34: Man selber verstummt erst mal aber die anderen verstummten.
00:33:37: das tun sie nicht aus bösem Willen oder aus Gleichgültigkeit sondern vor allen Dingen aus Hilflosigkeit.
00:33:43: Es ist natürlich jetzt viel zu viel zu erwarten, also Leute die ihr in einer Krise steckt.
00:33:48: Jetzt ladelt die anderen ein mit euch ins Gespräch zu kommen.
00:33:52: aber es hilft natürlich wenn man diese Kraft hat und die Traute hatten, wenn sich auch Traut zu sprechen was total schwer ist Und um Gottes Willen nicht jedem individuell gelegt ist.
00:34:02: Ich hatte das Glück dass ich reden konnte.
00:34:05: Das ist auch das was ich beim Familienhörbuch erlebe.
00:34:10: Während der Arbeit am Familienhürbuch kommen die Projektteilnehmenden und ihre Familien ins Gespräch, oftmals wieder ins Gesprich.
00:34:24: Es dreht sich da nicht alles um die Diagnose es dreht dich nicht alles Um den Therapieverlauf es drehte sich Nicht Alles Sondern Die Reden eben Über Erinnerungen Die Projektteil nehmenden Fragen nach wie war das denn?
00:34:38: Kannst du mir noch mal sagen, welche Musik haben wir damals gehört?
00:34:40: Oder kannst du mir mal ein Foto geben.
00:34:43: Sie kommen wieder ins Gespräch mit Leuten, mit denen sie vielleicht lange keinen Kontakt hatten und das alles ist natürlich eine Basis der Geborgenheit.
00:34:53: Es ist auch ein Fundament auf dem sie weiter leben die Zeit, die sie noch haben.
00:35:01: es ist ein Schutzraum den sie um die Kinder herum bauen im Sinne von da sind Menschen, die sind für euch da.
00:35:10: Die werden euch in die Zukunft begleiten und das wird tatsächlich über das Erzählen
00:35:17: vereinfacht.".
00:35:19: Und ich behaupte das jetzt so!
00:35:20: Da kann man immer sagen naja gut, Geschäftsführerin will ihr Projekt verkaufen und will ihre Idee verkaufen.
00:35:26: Deswegen war es von vornherein wichtig, die Wissenschaft mit reinzunehmen weil das nämlich Erkenntnisse sind wo ich sagen kann das ist meine Erfahrungen.
00:35:37: Aber wir haben auch unterdessen wissenschaftliche Studien, die genau das auch belegen.
00:35:42: Und das zeigt eben ja dass das Familienhörbuch ein Angebot sein kann nicht sein muss das ist nicht für jeden was aber ein Angebots sein kann ins Gespräch zu kommen sich vielleicht auch mit diesem ausklingenden Leben mit der Tatsache etwas mehr zu versöhnen.
00:36:06: Es lässt sich nicht ändern und man schreit nicht.
00:36:08: Hora, ich bin junge Mutter an Sterbe jetzt oder ich bin junger Vater.
00:36:11: Aber wir haben ja alle den Wunsch irgendwo... Ich sag mal nicht als Verlierer aus dem Leben zu gehen.
00:36:18: Den Kampf verloren.
00:36:19: Das kann ich gar nicht hören diese Formulierung.
00:36:22: Sondern wir wollen mit Würde oder mit Selbstachtung und einem großen Jahr zum Leben vielleicht auch aus demleben schreiten.
00:36:35: Und dazu gehört eben auch dieses Umfeld, dieses Miteinander ins Gespräch kommen und dieses Auseinandersetzen.
00:36:45: Die Liebe bleibt nämlich in Form eines Familienhörbuchs.
00:36:50: Mein Gott ich rede immer so viel!
00:36:52: Sorry!
00:36:55: Ich finde das total interessant In so einer konkreten Situation gewesen zu sein, aber dieses Thema reden ist ja immer ganz oft wenn Dinge ausgesprochen sind.
00:37:09: Also man hat die so in sich drin, man fühlt sie, man nimmt sie auch wahr... ...aber die belasten einen tatsächlich.
00:37:19: und ich denke manchmal, wenn sie ausgesprochen sind, man sträubt sich immer davor, aber wenn sie raus gesprochen sind dann entlasten die ein und ich sage es ist so ein bisschen.
00:37:29: Also es gibt vermutlich nicht umsonst sich Dinge von der Seele reden.
00:37:34: Dann sind sie plötzlich da und Sie sind ja nicht weg, aber man hat sie ausgesprochen und man hat einfach so eine Klarheit plötzlich was eigentlich die ganze Zeit unterbewusst bedrückt belastet.
00:37:48: Man spricht's aus damit ist es irgendwie klar es steht im Raum Und ich bin nicht mehr der einzige der das trägt.
00:37:57: letztendlich und ich glaube, dass es aber auch nur retrospectiv so von meinem Leben.
00:38:05: manchmal streut man sich Dinger auszusprechen.
00:38:07: Und wenn man's dann tut, tut es trotzdem weh.
00:38:09: ja was ist irgendwie wie eine Entlastung weil es ist dann klar was passiert?
00:38:14: Es gibt nicht mehr naja wenn dieses oder jenes oder welches kann ich das auch einfach anekdotisch sozusagen in anderen Themenfeldern bestätigen.
00:38:26: und es gibt so einen schönen Satz, der sagt naja Dinge die man wird zum Beispiel nicht krank wegen Dingen die man sagt sondern Dinge die er nicht sagt.
00:38:43: haben die Menschen natürlich schon eine Erkrankung, aber irgendwie man fühlt sich vielleicht so ein Stück weit freier und wenn man nicht immer alles unterschluckt.
00:38:51: Und kann dann auch das was man da noch zu leben hat oder was man noch zu freuen hat ganz anders sozusagen aufnehmen und genießen.
00:39:01: vielleicht weil wenn man keine Sorgen er Sorgen haben muss.
00:39:07: ans Tageslicht kommt oder was auch immer und ich finde die Arbeit schon jetzt ganz wertvoll.
00:39:15: Ich wünsche natürlich niemandem, dass diese Situation eintritt aber es gibt sie ja und das finde ich tief beeindruckt und insbesondere auch deinen Umgang damit weil du hast eben gesagt es ist nicht medizinisch im Prinzip auch ein Stück weit vielleicht für den einen oder anderen eine Art Therapie.
00:39:40: Weil man in einem ganz ungezwungenen Bereich einfach locker, also locker so locker dass er sein kann aber ungezwungen über seine Themen spricht und will es vielleicht schön machen.
00:39:53: und vielleicht ist das für den Einen oder Anderen sogar angenehmer als mit dem Therapeuten zu sagen, die haben gesagt nicht Ich will nicht heilen oder ach, wir müssen doch und es ist einfach ungezwungen.
00:40:02: Und die Teilnehmer oder Teilnehmerinnen bestimmen natürlich auch vielleicht damit ich jetzt zu tief hin ab, nicht tief genug in den Abläufen rein aber selber über was reden wir denn?
00:40:12: Was will ich denn transportieren?
00:40:15: Und kommen dann somit wieder an Dinge, wo sie sagen das hat hier ganz ergessen Mensch war das schön!
00:40:19: Ja,
00:40:21: was ich dir noch sagen wollte sind Themen, gerne die Teilnehmer erzählen möchten.
00:40:29: Wir fragen natürlich auch nach vielen Themen und ich sag mal, es ist manchmal so ja dass am Anfang sagen ganz viele also wir wollen auf keinen Fall über die Krankheit sprechen oder wir wollen nicht das und jenes reden aber über die krankkeit.
00:40:43: Das heißt ja nicht ausführlich wir brauchen jetzt hier nicht sozusagen den medizinischen Therapieplan und und und Aber Es geht ja um den Umgang mit der Krankheit was sich vielleicht auch im Leben geändert hat durch die Krankheit, im Negativen aber auch vielleicht im Positiven.
00:41:05: Es geht um die Beziehung es geht um so vieles und das Entscheidende ist glaube ich dass der Blick einfach von der Ich Bin-Krankheit ja ich bin palliativgezent diese Identität, dass dieser Blick einfach... es gibt so ein schönes Zitat, was ich so ein bisschen umwandelt von Viktor Frankl.
00:41:26: Also der Blick von den abgeernteten Feldern der Vergänglichkeit gelenkt wird auf die vollen Scheunenden des Lebens und das passt einfach sehr gut.
00:41:37: Es sind die Vollenscheunende des Lebens, die man betrachtet es sind die leichten Themen ist in die schweren Themen sind die fast unaussprechlichen Themen immer für die Ohren der Kinder.
00:41:51: Wir haben Tresorkapitel mit Themen, auch trotzdem mit den Ohren der Kinder gehört.
00:41:58: Aber mit Themen die nicht in junge Kinderohren gehören sondern vielleicht erst Themen sind die mit achtzehn oder mit zwanzig oder später relevant sind.
00:42:08: Auch das gibt es.
00:42:09: wichtig ist dass sie über alles sprechen dürfen.
00:42:12: bei der Wortwahl da sind wir natürlich mit den Ohren der Kinderhörn sehr im Sinne des Kinderschutzes unterwegs.
00:42:20: Also es geht nicht um Rachefeldzüge, es geht nie um das Niedermachen des Partners, der der Vater der Kinder ist und vielleicht einfach wirklich in den eigenen Augen ein Idiot war aber er ist der Vater oder die Mutter der Kinder.
00:42:36: Es geht schon darum immer in dieser Form zu erzählen Eigentlich müssen wir gerade bei diesen Themen, ja die Enttäuschung über gescheiterte Beziehungen und so was kaum nochmal in Frage stellen.
00:42:53: Weil was ich wirklich selber auch so beeindruckend finde im Angesicht der Nahensterblichkeit gibt es das nur ganz selten dass verletzte Mütter oder Väter breckige Wäsche waschen.
00:43:10: Die bauen goldene Brücken für ihre Kinder.
00:43:13: Also all das, was im gesunden Leben in Anführungsstrichen da war an Streit und an Zank und an Bösartigkeit gegeneinander.
00:43:24: Den Wunsch den anderen zu verletzen Das ist oftmals in der palliativen Situation weg.
00:43:31: Die wollen nicht verletzten die wollen goldene Brücken bauen für ihre Kinder soweit dass möglich ist.
00:43:38: Und auch das finde ich irgendwie unfassbar weil es vielleicht ein Stück zu einer eigenen Versöhnung mit Schmerz, mit Verletzung beitragen kann.
00:43:47: Und das als Therapie begleitendes Projekt weil wir sind keine Medizin aber natürlich hat es durchaus eine Wirkung.
00:43:58: Glaubst du dass das Ganze auch oft so kommt?
00:44:02: Weil man plötzlich feststellt was wirklich wichtig ist.
00:44:06: also dieses den anderen verletzen wollen hat ja sehr viel eigentlich mehr mit dem eigenen Ego zu tun Und das sagt man ja auch häufig, dass das Ego in diesen Situation einfach stimmt.
00:44:22: Also, dass er sagt hey, es war alles gar nicht wichtig und ich, ne?
00:44:27: Das ist so ein bisschen... Ich halte einen Schein aufrecht um wie's zu sein hat weil ich vielleicht so konditioniert bin meine Muster haben mit Z-Round.
00:44:35: plötzlich im Angesicht dessen Stellt man da fest, es hat überhaupt keine Relevanz.
00:44:41: Es ist völlig irrelevant was xy über mich denken weil ich bin einfach ich und ich liebe meine Kinder und weiß nicht.
00:44:51: also würdest du das aus der Erfahrung?
00:44:54: Da gibt's ja keinerlei Studie wahrscheinlich zu, weil das nichts Fassbares ist.
00:44:58: aber würdest Du sagen ja oder jeder kann einen Punkt machen?
00:45:01: Also auf jeden Fall Nicht.
00:45:06: jede Lebensgeschichte ist ja eine, gerade wenn sie in diesen Jahren ist zwischen dreißig und fünfzig.
00:45:14: Ist ja eine Lebensgeschichten wo alle Krisen und vielleicht Umwege und auch vielleicht Fehler die man gemacht hat dass man die behoben hat.
00:45:24: Das fehlte einem Jahr Lebenszeit und das heißt nicht jedes Leben was erzählt wird es ein Leben wo die Leute sagen das war ein gutes und gelungenes Leben.
00:45:34: Aber das, was gelungen ist, ist die Liebe zu den Kindern.
00:45:40: Und das heißt auch es gibt Menschen... Das ist natürlich nicht die Regel sondern eher die Ausnahme.
00:45:46: aber es gibt Leute, die sagen, ich habe einfach viele Fehler gemacht.
00:45:48: Ich hab Scheiße gebaut in meinem Leben, schuldigung genauso sagen sie's dann auch und ich möchte mich da vielleicht für entschuldigen und kann das auch nicht wieder gut machen.
00:46:03: Ich rechtfertige nicht, das kam aus diesen Gründen.
00:46:06: Sondern ich sage einfach, es war falsch!
00:46:08: Ich kann's nicht wieder gut machen.
00:46:10: aber ich kann euch meine Liebe versichern und das ist glaube ich ein ganz ganz wichtiger Punkt ja?
00:46:19: Ich erinnere mich, ich habe mal mit einem Familienvater da hab' ich das Hörbuch auch selber gemacht der eine so zerrütete Familiensituation hatte dass die Kinder Eines war noch minderjährig, die anderen waren schon erwachsen.
00:46:34: Ihn gar nicht sehen wollten auch nicht in dieser letzten Phase des Lebens.
00:46:39: und das wusste er, das hat er auch akzeptiert und der ist zu mir gekommen und wir haben ein Familienhörbuch gemacht und er hat ganz offen über vieles sehr schonungslos auch über sich
00:46:50: gesprochen.
00:46:52: Und das wollte er den Kindern auch gar nicht unbedingt jetzt zu Lebzeiten geben.
00:46:59: Und ich weiß, ein halbes Jahr später schickt er mir eine WhatsApp und Selfie von der Palliativstation.
00:47:08: Nein, vom Hospiz!
00:47:10: Das war wirklich ganz, ganz kurz vor seinem Tod... ...und alle Kinder standen an seinem Sterbebett.
00:47:16: Ich hab mich so gefreut und ich weiß nicht was er gemacht hat ob er das Hörbuch diesen Kindern schon gegeben hat oder ob allein die Tatsache dass er sich die Mühe gegeben hat seine ganze Kraft zu sammeln und eben offen über sein Leben, die Liebe zu seinen Kindern.
00:47:36: Und über den vielen Fehler, die er im Leben gemacht hatte zu reden.
00:47:41: Das hat in irgendeiner Weise so eine Art... Ich finde das ein schwieriges Wort aber ich sage es mal Heilung gebracht in der Familie.
00:47:48: Sie waren alle beim Sterben dabei und das war eigentlich vorher überhaupt nicht zu erwarten gewesen.
00:47:53: und das ist auch was, was mich persönlich... Ja so berührt hat, dass ich das wahrscheinlich mein Leben nicht vergessen werde.
00:47:59: Dieses Foto, dieses Selfie vom Sterbebett und alle Kinder sind bei ihm fand ich fantastisch.
00:48:10: Wahnsinn ja!
00:48:11: Das ist so vieles was im Alltag unvorstellbar ist und dann kommt gleich zu der eigentlichen Schwere noch ganz schön viel schwere dazu.
00:48:22: Aber auch Leichtigkeit Ja, letztendlich geht es darum auch das wiederum.
00:48:26: Es ist ja eine Leichterung für alle wahrscheinlich weil es für alle in Zweifel geklärt ist und dann sagt man nicht so ich springe vielleicht über mein Schatten und manchmal werden die Dinge auch ein Kopf größer als sie bereit sind und manchmal nicht immer aber kann man den Menschen ja... Ich finde es immer so wenn du Ich weiß nicht, was dieser Mensch getan hat.
00:48:50: Das ist auch eigentlich völlig irrelevant, weil manchmal ist es... glaubt man, man trifft eine Entscheidung und das ist zu dem Zeitpunkt die beste Entscheidung für jemanden selber oder was auch immer?
00:49:04: Und dann kann es sein dass es für andere nicht die beste Entscheidungen tatsächlich ist so, dass sie vielleicht in der Rückschaube in der Situation selbst nicht.
00:49:13: und ich denke immer wenn So eine Entscheidung trifft und sagt, es war die für mich beste Entscheidung in der Situation.
00:49:19: Ich dachte ist sei die beste Entscheidung.
00:49:22: ja dann passieren passieren eben Dinge dass man am Ende sagt das war vielleicht nicht die Entscheidung Die ich mir gewünscht hätte In der rückschau Aber ich dachte es sei die die beste entscheidung.
00:49:35: Und Ja und das führt natürlich zu so Themen wie du sie jetzt angesprochen hast.
00:49:42: Und umso schöner, wenn man da noch mal die Chance bekommt das in Anführungszeichen gerade zu heilen und versöhnen.
00:49:50: Wenn man es nicht heilen kann dann zumindest vielleicht zu vergeben.
00:49:54: Das heißt ja nicht... Also ich finde das super
00:50:03: toll.
00:50:03: Ist das noch ergänzen darf?
00:50:05: Wir haben jetzt die ganze Zeit so aus der Sicht der Palliativpatienten der Projektteilnehmenden gesprochen.
00:50:11: Unsere eigentliche Zielgruppe, wenn ich das jetzt sozusagen aus unternehmerischer Sicht sehe.
00:50:16: Unsere eigene Zielgruppen sind ja die Kinder, die Abschied nehmen müssen und wir wissen sehr wenig wissenschaftlich gesehen auch über trauende Kinder wird sich relativ wenig mit gibt wenig Studien.
00:50:29: Wir wissen aber, dass traurende Kinder gerade wenn sie sehr früh ihre Eltern verloren haben oder Vater oder Mutter oder beide auch das haben wir erleben wird.
00:50:39: Dass dann die Erkrankung oder das Schicksal direkt zweimal zuschlägt, auch bei noch kleinen Kindern.
00:50:46: und wir wissen, dass Sie auf der Suche nach Ihrer eigenen Identität, nach dem Erwachs auf den Weg zum Erwachsen werden oftmals sehr stark belastet sind.
00:50:56: ich nenne es jetzt einfach mal posttraumatische Belastungsstörungen.
00:51:01: Dieses Familienhörbuch, was eben immer wieder Antworten gibt und mit den Ohren der Kinder gehört und produziert wird.
00:51:10: Und wo wir auch jetzt mit unserer Expertise als Familienhürbuch gegeben haben.
00:51:16: Wir haben sehr stark darauf achten!
00:51:18: Wir haben Psycho-Onkologen, wir haben Kinderpsychologen im Team.
00:51:20: Wir sind dabei ein Ethikbeirat aufzubauen.
00:51:25: Wir suchen sehr viel Kompetenz.
00:51:28: Wir definieren Leitlinien, wir definieren das geht und das geht nicht.
00:51:32: Das sind die No-Gos also beispielsweise Aufträge, Rachefeldzüge.
00:51:36: Dieses Ganze kann dazu beitragen davon sind wir überzeugt dass es eigentlich ein präventives Angebot ist oder ein Instrument der Trauerarbeit und ein prräventives Angebot gegen Posttraumatschbelastungsstörungen.
00:51:52: Also wir sind davon überzeugt dass das Familienhörbuch wirklich etwas ist, was ein guter Begleiter ist und eben diese Antworten die jedes Kind und jedes erwachsen werdende Kind und jeder Erwachsene auch.
00:52:06: Wer warst du?
00:52:07: Vater, Mutter, Mama, Papa, Mutifati.
00:52:12: Dass das wirklich etwas isst, was für die Seelen der Kinder als begleitendes Mittel eben wirklich sehr hilfreich iest unsere wahre Zielgruppe.
00:52:26: Die Eltern sind tot, Vater oder Mutter aber die Kinder leben weiter mit diesem Schicksal und das nicht als Traumatisierung und als Zerstörung der eigenen Seele oder unfassbaren Verletzung der Seele mit ins Erwachsenenleben zu nehmen sondern als Erfahrung die prägt aber die nichts zerstört.
00:52:51: Das ist ganz wichtig erhoffen wir uns und das glauben wir auch vielleicht nicht in jedem Fall, aber möglichst häufig natürlich als Angebot eben auch wirklich dann zu leisten.
00:53:04: Das ist eine Investition in unsere aller Zukunft.
00:53:07: deswegen auch dieses Spenden diese Solidarität einer Gesellschaft für solche Hörbücher weil es geht uns alle an was aus diesen Kindern wird trauernden Kindern.
00:53:20: Du hattest ja eben so ein bisschen gesagt, dass in den vierzehn ging es los.
00:53:29: Hast du schon mal Feedback von vielleicht jetzt schon erwachsenden Kindern bekommen?
00:53:37: Oder ist das seltene?
00:53:41: Meine Frage im Prinzip gab's schonmal Kinder, die dann die ganze Zeit haben, hey!
00:53:46: Das hat mir wirklich geholfen.
00:53:49: Gibt's das?
00:53:51: Es gibt ... Pauline, die Tochter von Sandra mit der ich das erste Familienhörbuch gemacht habe.
00:54:00: Die auch in einer Filmdokumentation, das CTF hat vor Jahren eine Dokumentation über ihren Umgang mit dem Familienhürbuch gemacht im Leben Menschen hautnah Und die sagt das schon, also dass sie in ihren eigenen verschiedenen Lebensphasen dann auch verschiedene Teile des Hörbuchs hört und wie sich damit umgeht.
00:54:25: Auch der Vater von Paulin, also der Mann von Sandra erzählt darüber ich selber dringe nicht in die Leute rein und es gibt ab und zu mal journalistische Berichte, wo dann eben hinterblieben auch sagen ja wir geben gerne Auskunft, die gibt's.
00:54:45: Wissenschaftliche Studie zu dem Thema ist eine Langzeitstudie, es ist Studie mit Kindern nochmal besonderen ethischen Voraussetzungen und Genehmigungen.
00:54:57: Und da liegt noch mal ein besonderer Genehmigungverfahren.
00:55:02: Das ist in Arbeit aber soweit sind wir nicht weil die wenigsten Kinder jetzt wirklich schon von den kleinen Kindern, die besonders wir in Erinnerung haben jetzt eben im Alter sind wo wir sie überhaupt befragen dürfen.
00:55:16: Ist aber in Bearbeitung.
00:55:18: was wir bekommen sind Rückmeldungen von einzelnen Hinterbliebenen meistens von den Müttern oder Vätern die dann erzählen wie die Kinder mit dem Hörbuch umgehen und das ist sehr verschieden.
00:55:31: es gibt Kinder auf eine Toniebox aufgespielt, bestimmte Kapitel haben und die beim Spielen hören oder wenn sie traurig sind.
00:55:39: Oder wenn Sie Sehnsucht haben.
00:55:42: Es gibt Kinder, die schon zu Lebzeiten Teile des Familienhörwuchs gehört haben Und die natürlich einen leichteren Umgang damit haben Weil sich eben eher auch herantrauen.
00:55:56: Es gibt kinder, die einfach es noch gar nicht gehört haben Die aber wissen sie können Wenn sie wollen Und das ist ja auch manchmal schon großartig.
00:56:07: Richtige Studien dazu fehlen noch, da hoffen wir natürlich auch wiederum auf Fördermittel weil wir können solche Studie nicht finanzieren und es sind Langzeitstudien die müssen mindestens über zehn Jahre gehen aber das kommt!
00:56:19: Da sind wir in Arbeit und da bin ich ganz optimistisch dass da im Laufe der nächsten Jahre mehr kommt.
00:56:26: und dann warten wir mal ab... Die Studien die es bis jetzt geht gibt den Umgang mit dem Familienhörben, wir haben eine anonyme Online-Befrage gemacht.
00:56:34: Die kann man alle bei uns auch nachlesen auf der Webseite.
00:56:39: aber das ist natürlich alles noch.
00:56:41: ich sag mal in den Anfängen Studien dauern lange und müssen finanzierbar sein.
00:56:47: Ja klar Aber wir sind dran.
00:56:51: Ich würde gerne auf dich noch ein bisschen näher eingehen.
00:56:56: Wir sind ja eben gestartet.
00:56:57: du hast das Bumsverdienstkreuz bekommen noch andere.
00:57:00: Was macht das mit dir?
00:57:04: Also, das ist ja ein Thema.
00:57:07: Wir haben es jetzt angesprochen.
00:57:08: Ich glaube, das können jetzt auch alle nachfühlen.
00:57:11: Das ist nichts, womit man sich irgendwie mich.
00:57:19: das wäre wünschenswert, weil eine Auseinandersetzung damit wichtig ist und Präsenz und vielleicht auch einen bewussterer Umgang damit.
00:57:30: Ich weiß auch nicht, ob es so kommen wird.
00:57:31: Weil ich bin mir gar nicht sicher... Vielleicht spielen wir die Folge aus und dann kommt irgendjemand Mensch.
00:57:38: Ihr hättet eine Triggerwarnung machen müssen oder weiß ich nicht was wir währendes aber nicht tun weil ich denke einfach sind einfach Themen die zum Leben.
00:57:51: Aber ja was macht das mit dir?
00:57:57: Wie ich mein Bundesverdienst kreuz dass holst du dir nicht ab weil du irgendwie gesagt hast Ich bin jetzt hier mal einen Tag lang, habe ich mal gearbeitet oder das dauert und das ist ja eine Ehre die einem verliehen wird.
00:58:08: Die anderen Auszeichnungen auch.
00:58:09: also was macht das mit dir in diesem Themenkomplex?
00:58:13: Also du hast ja nicht wie ein Sportler das macht auf dem Ziel hingearbeitet und kriegst dann diese Auszeichnung sondern dass es ja eigentlich ein Beiwerk sage ich mal was Du aufgrund Deiner Arbeit bekommen hast was man aber tendenziell nicht anstrengt.
00:58:28: Was mache das mit mir?
00:58:29: Es macht mich vor allen Dingen dankbar und demütig.
00:58:35: Demütig und dankbar für das Vertrauen, was die vielen Menschen sowohl die Menschen, die uns ihre Lebensgeschichte anvertrauen als auch die Spender, die das Ganze möglich machen.
00:58:47: Dass wir es so abfinanzieren können.
00:58:49: Wir haben immer eine Wartelist, wir haben immer zu wenig Geld aber wir kriegen's hin.
00:58:53: also wir haben im letzten Jahr knapp neunhunderttausend Euro Spenden gesammelt und die auch sofort wieder ausgegeben.
00:59:02: Das heißt, da ist viel Solidarität und Vertrauen auch in der Gesellschaft.
00:59:06: Es könnte noch mehr sein aber es gibt immer einen... es könnte, es könnte!
00:59:12: Also mit dem was wir haben arbeiten werden, da sind wir zufrieden.
00:59:15: also diese Dankbarkeit für das Vertrauen ich fühle auch eine große Dankbarigkeit für mein Team die sich darauf einlassen.
00:59:25: Ich muss dazu sagen allein diese Honorarkräfte, die Audio Biograph & Sound Designer Die müssen ihre Ausbildung und ihre Weiterbildungen, ihre obligatorischen Fortbildungen auf die ich bestehe.
00:59:36: Müssen sie selber bezahlen schon aus arbeitsrechtlichen Gründen damit sie keine Scheinselständigen sind.
00:59:42: Und die machen das!
00:59:44: Ich bezahle sie aber das sind keine großen Gelder Das ist ganz viel mit Freude an der Arbeit Mit einem schönen Arbeiten weil Sie eben nicht fünf Minuten zack-zack irgendwelche Beiträge machen müssen oder sondern weil sie hinter der Arbeit stehen und weil sie genauso wie ich an dieses Projekt, die Aufgabe und unsere Mission glauben oder auch unsere Vision nämlich dass wir irgendwann allen Kindern die es brauchen ein solches Hörbuch ermöglichen können.
01:00:15: Weil wir ausreichend Geld dafür haben.
01:00:18: Dass das eine mit demut dass ich selber diese Idee hatte mit dem Kassettenrekorder damals aber dass ich meine Kinder ins Erwachsenenleben begleiten durfte.
01:00:32: Dass ich Großmutter bin, mit demut auch... Ja!
01:00:41: Und da bin ich jetzt wieder persönlich.
01:00:45: Mich hat dann das oder uns alle schicksal noch mal so richtig geschüttelt nämlich als mein Mann krank wurde vom ersten Tag an in einer palliativen Diagnose.
01:00:57: aber da war mein jüngster Sohn schon etwas über zwanzig.
01:01:01: Das ist mitten in das Hörbuchprojekt reingegrätscht, zwei Tausend vierzehnt.
01:01:04: Ich hatte gerade das erste Pilot-Hörbuch fertig und da kam aus Heidrim immer diese Diagnose auch die Demut dass es nicht zehn Jahre früher passiert ist.
01:01:19: Und wenn man dann wieder aus dem Karussell des Lebens so rausgeschleudert wird und wieder aus der Komfortzone, ich war sechsunddreißig Jahre glücklich verheiratet und dann buff!
01:01:35: Ja, diese Trauer und auch diese Wut die dann kommt ist auch glaube ich die Energie, die ich dann in mein Hörbuchprojekt weiter umsetzen konnte.
01:01:44: Also es war wirklich dann die Situation so.
01:01:46: das sind meine Freundeskreis und Kollegen.
01:01:49: viele gesagt haben Mensch wann hörst du endlich auf mit dieser Idee von diesem Familienhörbuch?
01:01:54: Das kann man ja nicht aushalten und ich sage nein.
01:01:56: das gibt mir die Kraft auch meinen Mann gut zu begleiten und ich war der einen Palliativstation machte Hörbücher Projektteil nehmenden Patienten und auf der anderen lag mein Mann.
01:02:07: Und beides gab mir Kraft in die eine oder andere Richtung, diese ganze Energie.
01:02:13: Wie kann man so verrückt sein dann auch seinen festen freien Status als Journalistin aufzugeben?
01:02:20: Ich setze jetzt alles an eine Karte.
01:02:22: ich will dieses Hörbuchprojekt, ich will das durchziehen!
01:02:25: Das kommt natürlich nicht in einer Situation, wo der eigene Mann Pumpe als Gesund sagt du wir stehen kurz zu der Rente gekauft und setzen Wohnmobil.
01:02:33: Und dann geht es los.
01:02:35: Sondern das passiert dann wenn ein Karussell wieder raus schleudert aus dem normalen Leben.
01:02:43: Auch das erfüllt mich mit Demut.
01:02:45: erstens dass es nicht viel früher passiert ist, dass er mein Mann der Vater meiner Kinder meine Kinder noch ins Erwachsenenleben begleiten durfte.
01:02:54: Und es erfüllt mich auch mit dem Mut, dass ich das Ganze meine Traurigkeit irgendwie auch überlebt und überstanden habe.
01:03:02: Und in der Energie umgesetzt hat.
01:03:06: Das ist glaube ich ganz wichtig weil ja so ein Unternehmen zu gründen und jenseits der Sechzig das erfordert Kraft aber das er fordert glaube ich auch ganz viel.
01:03:18: Wenn was Neuivität, denn was trotzdem Leben gegenüber irgendwie sowas.
01:03:23: und dann natürlich das ganz große Glück immer wieder Menschen zu begegnen die einen begleiten in der Trauer, in der traurigkeit, in einer eigenen Schwäche.
01:03:34: In dem Kraftlosen aber auch in dieser Vision immer wieder menschenzubegegenen die mitgehen.
01:03:44: und diese Preise Wie das Bundesverdienstkreuz, wie die vielen Auszeichnungen.
01:03:52: Die erfüllen mich mit Dankbarkeit aber auch mit Traurigkeit.
01:03:56: Ich weiß ich war bevor ich das Bundes- verdienstkreuze bekam zum Sommerfest des Bundespräsidenten mit dem Familienhörbuch eingeladen und dann kam der Bundespräsident und hat sich ausführlich von mir und einer zufälligerweise anwesenden Hinterbliebenen das Projekt erklären lassen.
01:04:16: Danach habe ich mich erst mal irgendwo in diesem großen Garten der Präsidentenwiller verzogen und habe erst einmal kräftig geheult, weil ich konnte einfach nicht mehr.
01:04:25: Und auch dieses Ohr!
01:04:28: Also du hast deinen Mann begraben und dachtest das Leben ist zu Ende?
01:04:31: Jetzt geht es weiter und jetzt schüttelt mir der Bundespräsident als Gründerin, als Ideengeberin die Hand.
01:04:40: Dann kommt noch das Bundesverdienstkreuz und dann kommen viele andere Auszeichnungen.
01:04:47: Ja, das ist überwältigend.
01:04:51: Das kann ich nicht sagen und es zeigt das Vertrauen in das Projekt.
01:04:57: Und das ist glaube ich das Wichtigste.
01:05:01: Ich finde also ist ja eigentlich deine Lebensgeschichte schon... Ich will's dir als Frage stellen.
01:05:10: Ich will zwei Fragen stellen.
01:05:12: die erste Frage ist diese zwei wahnsinnigen Schicksalsschläge, die du selber erlebt hast Glaubst du, wenn es die nicht gegeben hätte?
01:05:25: Dass wir jetzt hier sitzen würden und über das Hörbuch sprechen würden oder...
01:05:32: Nein.
01:05:33: Mit Sicherheit nicht!
01:05:34: Es ist das und ich bin ja mit vielen anderen Sozialunternehmern verknüpft Also gerade in einem Alter an dem ich gegründet habe nämlich als die Rente schon irgendwo da vor der Tür stand dass das passiert nicht einfach so.
01:05:54: Und es sind wirklich die Lebensschicksale und ich sage mal aus Stroh-Gold machen, ja?
01:06:02: Also aus den Zumutungen des Lebens eine Chance zu machen.
01:06:08: Das nennt man Resilienz, ein großes Wort.
01:06:13: Das bekommt man weiß ich nicht ob man das geschenkt bekommt oder sich erarbeitet keine Ahnung aber ein Stück weit habe ich sowas Wahrscheinlich.
01:06:22: Und ich möchte jeden darin bestärken, diese Resilienz zu finden und auch die Hilfe zu haben.
01:06:29: Du hast ja ganz am Anfang gefragt wer hat dir geholfen?
01:06:33: Professionelle Hilfe gab es nicht.
01:06:34: unterdessen gibt es in vielen Lebenskrisen professionelle Hilfe und das ist keine Schande wenn man an Boden liegt um Hilfe zu schreien, Hilfe anzunehmen.
01:06:44: Das hat sich geändert in den letzten vierzig-fünfzig Jahren.
01:06:48: Es ist eine andere Generation.
01:06:50: Das ist auch etwas Beruhigendes.
01:06:55: Ich selber, nein ohne diese Themen wäre ich bestimmt eine gute Journalistin geworden aber mit ganz anderen Themen.
01:07:05: Wer auch gut geworden?
01:07:06: Vielleicht welcher Schriftstellerin geworden?
01:07:08: oder eine einsame und verlassene Dichterin?
01:07:12: Wäre auch gut gewesen!
01:07:13: Aber so ist es...ich bin eigentlich versöhnt mit dem Leben und dieses was viele fragen.
01:07:21: warum gerade ich?
01:07:23: Die Frage stellt sich nicht.
01:07:24: Die Frage für mich stellt sich umgekehrt, warum ich nicht?
01:07:29: Und ich glaube dann wird eine Antwort draus.
01:07:34: Ich lasse die Frage nicht im Stellmutter weg und stelle dir eine andere Frage.
01:07:39: Wie würdest du für dich Erfolg definieren?
01:07:47: Ganz schwierig!
01:07:54: Wenn Du gefragt hättest wie würdest Du stolz definieren hätte ich darauf eine Antwort weil nämlich da habe ich ganz große Schwierigkeiten mit.
01:08:04: Andere sagen immer, du kannst stolz sein.
01:08:05: Das ist irgendwas wo ich mal sage, nee, stolz ist nicht so.
01:08:09: mein Dankbarkeit bei Erfolg.
01:08:16: Naja es ist natürlich ein Erfolg.
01:08:19: ja wenn man sich überlegt dass ich ... ... im Ende der Pilotphase da immer noch ganz alleine stand und dann kam Corona Und dann ging's so richtig los.
01:08:35: Ich hab Menschen gefunden Und die haben mich gefunden, die mich unterstützt haben und die an meine Idee geglaubt haben.
01:08:47: Das kann man Erfolg nennen!
01:08:49: Ich glaube das Wichtigste aber ist für mich dass ich ehrlich mit mir selber geblieben bin.
01:08:59: Dass ich nicht eitel geworden bin.
01:09:01: Das ist etwas was man eigentlich über sich selbst gar nicht sagen darf... ...dass andere mögen es anders sehen.
01:09:09: Ich glaube, dass ich versucht habe und vielleicht ist es mir auch genug, ein Mensch zu bleiben.
01:09:13: Und das ich halt auch einen Ausgleich habe zu all dem, ja?
01:09:17: Dass ich nie so etwas wie eine Besessenheit... Natürlich kann man sagen, ich bin ehrgeheizig, sonst immer wieder aufstehen!
01:09:25: Immer wieder Türklinken putzen!
01:09:27: Immerwieder, immerwieder!
01:09:29: Ja!
01:09:30: Sechzeh Stunden arbeiten.
01:09:32: Meine Freunde sind größtenteils in der Rente.
01:09:35: Immer wieder!
01:09:37: Das gehört dazu.
01:09:40: Das ist auch richtig so, aber... Ja.
01:09:43: Mir fällt mir zu dieser Frage wirklich nicht ein!
01:09:45: Also ich finde es amivalent.
01:09:49: Ich hatte sie bewusst offen gestellt und das hast du gerade gesagt.
01:09:52: Mir scheint es so als sei es wirklich dein Herzensprojekt.
01:09:55: Wir hatten uns im E-Mailverkehr vorher deine Mitarbeiterin haben das immer geschrieben.
01:10:00: Herzensprojekt Und ich glaube, dass fühlt man.
01:10:03: Warum habe ich die Frage so offen gestellt?
01:10:05: Ich beschäftige mich natürlich bei mir persönlich Aber auch insbesondere wenn ich Coachings mache, wenn ich mit Führungskräften arbeite.
01:10:16: Ich stelle mir ganz auf die Frage wann ist es ein Scheitern und wann ist das ein Erfolg?
01:10:22: Und jetzt könnten wir Kalender Sprüche runterbieten und man kann sie gar nicht mehr hören.
01:10:29: Ich habe für mich persönlich... Mich wollte aber deine Antworten nicht packen!
01:10:37: in verschiedenste Art und Weise, egal wie man beobachtet.
01:10:40: Das Erfolg ist erfolgt etwas auf ein Ereignis Und ich kann den Sportler nehmen und es erfolbt einfach auf.
01:10:49: diese harte Arbeit.
01:10:51: dieses harte Training Erfolgt irgendwann Wenn wenn dann vielleicht noch ein bisschen Glück hat Ein Erfolg.
01:11:00: und dann steht man ganz oben.
01:11:01: und das was du eben beschrieben hast dieses Ich kriege dann dieses Bundesbedienstkreuz und weine erst mal Weil das ist ja im Prinzip die Auszeichnung für... Das ist ein Stück weit ein Lebenswerk, was du da machst.
01:11:16: Ich habe mich in Keller gesetzt, einen Plan skizziert und dann saß rausgekommen, sondern es ist der Erfolg, also es erfolgt etwas auf diese ganzen Schicksalsschwerge, auf deine Handlung
01:11:26: etc.,
01:11:26: aber das ist ganz viel so wenn sie am höchsten Punkt ihres Schaffens sind.
01:11:34: Also, ich weiß noch damals als Michael Schumacher da den Rekord von Senna eingestellt hat.
01:11:42: Von den meisten Grand Prix-Signen.
01:11:43: Hat der erst mal geweint?
01:11:46: Was soll doch kommen?
01:11:47: Es ist durch... Ich habe jetzt ein Interview von Jessica von Brido Wernerl gesehen die die Olympia gewonnen hatte und nachgesagt war er erstmal leer!
01:11:55: Ich wusste gar nichts mehr, was passiert.
01:11:57: Ich habe jetzt ein Interview von Michael Phelps gesehen.
01:11:59: Das ist ein unfassbar erfolgreicher Schwimmer der gesagt hat ich möchte nicht mit meinen Kindern schwimmen weil all dieser Erfolge das ist aus Tatsachen gekommen und dass sehen natürlich ganz viele Menschen dich.
01:12:10: warum spreche ich darüber?
01:12:11: Weil du bist ja Unternehmerin war ganz viel immer nur das Ende sehen und sagt die Judith und jetzt hat sie ihre Familie glaube auch und ihr Bundesverdienstkreuz und eigentlich Ich sage es immer so, alle Türen stehen offen.
01:12:24: Sie können dieses und jenes machen aber den Verzicht und die Verluste, die du auf dieser Zeit erlitten hast vergisst man ganz schnell.
01:12:39: Natürlich hat dich das zu dem gemacht was du bist und du hast eben viel von Dankbarkeit und Demut gesprochen.
01:12:45: jetzt ist natürlich schwierig zu sagen ich bin dankbar dass diese Dinge passiert sind aber sie sind passiert Und ich glaube, die große Kunst ist... ...die Dinge dann anzunehmen.
01:12:56: Weil du sie nicht ändern kannst, anzunähen und dann zu gucken was welche Chance und das ist auch in diesem Kontext total schwierig.
01:13:05: aber was kann ich daraus mitnehmen?
01:13:09: Du hast ja diese Stärke gewonnen aufgrund dieser Dinge!
01:13:12: Du warst ja nicht so stark sondern das ist ja ein Training und ich finde es unfassbar beeindruckend.
01:13:20: Und natürlich würde ich dir sagen, wenn es hätte verhindert werden können und wir gesprochen hätten.
01:13:28: Ich hätte versucht zu verhindern.
01:13:30: aber ganz ehrlich!
01:13:31: Ich glaube du bist da weil du halt da durchgehen musstest so Du hattest den Schmerz und auch da... Wir sind wieder bei Kalendersprechen besprüchen Aber dann findet das Wachstum statt und das ist dann das persönliche Wachsstum.
01:13:46: und dass du es jetzt schaffst diese ganzen ... Themen überhaupt zu behandeln.
01:13:52: Also das ist ja schon total irre, also dabei so... Ich sag mal so wie du auf mich wirkst sicherstehend und irgendwie positiv dem Leben gegenüber zu sein man könnte auch eine ganz andere Entwicklung daraus abbleiten.
01:14:11: Das finde ich unfassbar beeindruckend.
01:14:13: oder es soll gar kein Lobgesang sein.
01:14:15: Das ist mein persönliches Weil Wirklich schon einige Podcast-Folgen jetzt gemacht, aber es ist noch keine die so emotional bewegend war.
01:14:24: Ich sitze hier und muss immer atmen und schloppen, weil das natürlich ein Wahnsinn der da passiert ist.
01:14:32: So einfacher wär's gewesen wenn du gefragt hättest was bedeutet für dich scheitern?
01:14:39: Da hab ich mir nämlich überlegt als ich losgegangen bin, also auch beim Deutschlandfunk nach dem Tod meines Mannes dann eben gesagt habe liebe Leute Arbeit jetzt nicht mehr für den Deutschlandfunk, ich will das Familienhörbuchprojekt auf die Beine stellen und ein Unternehmen gründen.
01:14:55: Und da war für mich klar... und die sagten dann auch, gut wenn es nicht klappt kommen wieder wir haben für dich Arbeit.
01:15:03: also das war schon so im Hinterkopf vielleicht so ein bisschen.
01:15:05: Dann habe ich meine Kinder gefragt und sie sagten ach Mama leg mal los eine warme Suppe Christe bei uns immer Ich musste aber auch jetzt keinen noch durch ein Studium.
01:15:16: Das haben die untereinander auch geregelt, meine Kinder.
01:15:19: Also das war alles sehr gut und leglos Und ich habe gedacht Scheitern kann nicht.
01:15:24: eigentlich nur wenn ich es nicht versuche Wenn ich einen einzigen Schritt gehe dann ist es kein scheitern mehr Egal in welcher Phase.
01:15:33: Ich feststelle ich hab' nicht die Kraft Es ist eine Idee die nicht funktioniert.
01:15:37: Es geht nicht aus denen und den Gründen.
01:15:39: Es kann keinen Scheittern sein Weil Scheitarn wäre es nicht versucht zu haben ein gutes Gefühl.
01:15:48: Mit dem kann man dann auch ins Risiko gehen.
01:15:50: und was hätte schon passieren können?
01:15:53: Ja, ich hätte scheitern können mit etwas was kein Scheitern ist und ich hätte keinen Einkommen mehr gehabt.
01:16:02: ja gut dann hätte ich wieder losgelegt und hätte mir irgendwas gesucht.
01:16:07: aber ich war ja nur noch für mich selbst verantwortlich nicht mehr für meine Kinder.
01:16:11: insofern alles gut.
01:16:16: Und das Wichtigste ist, glaube ich, um das noch zu sagen.
01:16:19: Ich habe dabei nie die Liebe zum Leben verloren.
01:16:24: Natürlich gibt es Situationen wo ich dachte, ich kann nicht mehr und wenn ich morgen früh nicht aufwache dann ist das auch nicht schlimm natürlich.
01:16:30: Das kenne ich alles.
01:16:31: Ich kenne diese schwarzen, schwarze Löcher ja aber immer wieder aufstehen und das Leben lieben.
01:16:37: und das leben hat so viel zu bieten extreme herausfordernden Zeiten, ob das jetzt weltpolitisch oder ganz persönlich ist.
01:16:47: Ich kenne das wenn die Welt stehen bleibt und nichts mehr so ist wie es ist.
01:16:52: aber Wenn dann Menschen da sind, die einen begleiten und wenn man selber Dann auch wieder aufsteht, dann ist alles gut Es geht irgendwie immer weiter.
01:17:02: Das ist eine Erfahrung.
01:17:04: Wenn ich in der Krise drin bin, glaube ich dass genauso wenig wie alle anderen, denke ich so Jetzt?
01:17:09: Jetzt ist es wirklich vorbei!
01:17:10: Jetzt geht gar nichts mehr.
01:17:12: Aber auch das ist dann das Leben, dass man dann irgendwo vielleicht doch einen Menschen hat der ihm eine Hand gibt und sagt komm Judit aufstehen oder machen.
01:17:22: Manchmal sind es ja mehr und man sieht sie noch nicht.
01:17:25: Genau das.
01:17:28: Und ich finde mit dem Scheitern so schön.
01:17:29: das was du gerade gesagt hast meine Wahrheit ist irgendwann geworden und das kann völliger Kunst sein.
01:17:35: aber ich sage scheitern wird einem von außen auf erlegt und sagt, guck mal ist gescheitert.
01:17:42: Er ist mit seinem Projekt gescheitert, mit seiner Ehe gescheite in seiner Firma gescheiten mit seiner Kindererziehung, sage ich ne.
01:17:50: Manchmal hat man nur festgestellt oder die Personen oder es wurde für die Person festgestellt so wie's war geht es nicht mehr.
01:17:58: aber wenn man dann etwas anderes macht und sich nicht ergibt Dann ist das kein Scheitern sondern da stellt man einfach fest Das war jetzt gerade der falsche Weg.
01:18:09: Stelle ich fest, ich korrigiere das und gucke zurück, dass sich wieder mit meinem Kompass in die Richtung kommen.
01:18:17: Und dann sagen die Leute von außen... Ich glaube, das ist einfach ein Gesellschafts-Thema.
01:18:21: Also wir lieben es Menschen scheitern zu sehen oder die Menschen lieben uns andere Scheitern zusehen.
01:18:26: Es wird einem dann von Außen aufferlegt aber solange man das für sich selber nicht hat, dann ist es einfach eine Kostkorrektur.
01:18:38: Das ist total interessant, dass es so eine Wahrheit das muss man nicht teilen.
01:18:43: Aber ja deshalb also ich finde Wahnsinn was du dann verkauft aus diesen ganzen Themen gefasst hast und... ...das Projekt sowieso beeindruckend.
01:18:55: Ich frage immer zum Abschluss gerne... ...hast Du Dir für die Zukunft gewünscht?
01:19:00: Sondern sage ich mal drei... Wünsche drei Ideen hast du frei, das muss gar nichts mit deinem Business zu tun zwar haben.
01:19:08: Aber was würdest du dir wünschen?
01:19:10: Ob das jetzt aufs Familienhörbuch?
01:19:12: gesellschaftlich ist es völlig egal... Was würdest die dir wünschten?
01:19:18: Du sagst heute Das wäre toll oder da müssen wir mal ran.
01:19:22: also auch dass es muss gar keine Fee sein sondern es kann auch ein.
01:19:26: ich möchte einen Puls geben sein.
01:19:30: Naja ich meine das Erste und Wichtigste ist natürlich dass meine Kinder und Enkelkinder in Gesundheit und Frieden leben können.
01:19:42: Ich habe mein Leben gelebt zum großen Teil, aber das ist wirklich ein Wunsch eine Bitte in die Zukunft.
01:19:50: Dass sie mit den Schicksals schlägen, die jeden Menschen in den Weg gelegt werden gut zurechtkommen und dass sie gesund und lebensfroh ihr Leben leben dürfen Das ist das eine und das geht natürlich für alle.
01:20:08: Ja?
01:20:09: Frieden, klar!
01:20:13: Dann tatsächlich wäre das nächste was ich mir wünschen würde dass das Familienhörbuch diese Idee weiterleben darf.
01:20:27: also im Moment ist es eigentlich so weil wir ja auch sehr viele Bewerbungen bekommen dass wir wirklich von Woche zu Woche entscheiden wie viel Familienhörbücher werden zusagen können.
01:20:40: Wir haben keinerlei finanzielle Sicherheit und wir können uns ja nicht auf das verlassen, was im letzten oder vorletzten Jahr an Spenden gekommen sind, zumal wir sie immer direkt ausgeben sondern dass wir eine gesichertere Zukunft haben für das Familienhürbuch, für die Menschen weil wir einfach wissen wie gut es manchen dieser Palliativpatienten tut, einen Hörbuch machen zu dürfen.
01:21:10: Ja und wenn ich dann noch ganz unbescheiden für mich selbst einen Wunsch haben darf, der hat das Leben zu genießen, zu leben neue Wege zu finden Menschen die ein Stück weit meine Arbeit und mein Leben begleiten Das Nest was eher voller wird als Lehrerwirt von Menschen.
01:21:45: Ich glaube, das ist so das Wichtigste.
01:21:47: Das wären die Wünsche, aber das sind natürlich ganz, ganz großen Wünschen.
01:21:50: als der zweite Wunsch nämlich die Zukunftssicherheit und nachhaltige Zukunftssichheit für das Familienhörbuch.
01:22:00: Der banalste und trotzdem ganz wichtig!
01:22:04: Also es ist gar nicht banal.
01:22:06: Ich möchte einfach dass dieses Unternehmen auch ohne mich... Und wenn es in eine Zukunft ohne mich geht dass meine nachfolgenden gut damit umgehen, dass sie die Vision weitertragen können und die Mission erfüllen können.
01:22:27: Und da arbeite ich natürlich auch stark daran, dass mein Team auch ohne mich klar kommt – weil der Tag wird kommen wie auch immer!
01:22:38: Ich denke nicht so nach mir diese Influenz sondern ich möchte es dieses Projekt weiter geht Und ich habe noch viele Ideen, welche Themen wir aufgreifen können und wie wir unsere Vision entfalten können.
01:22:54: Jetzt war mal wieder eine lange Antwort auf eine kurze Frage.
01:22:58: Sorry!
01:23:00: Es ist völlig gut.
01:23:04: Ich schränke das bewusst nicht ein.
01:23:07: Das sind drei sehr valide Wünsche.
01:23:13: Ich finde, dass die Arbeit toll.
01:23:17: Vielleicht haben wir stehen ja schon im Ausdurch auch die Chance an der einen oder anderen Stelle zu begleiten.
01:23:23: ich glaube wenn der Podcast auch veröffentlicht wird.
01:23:26: das ist eine ganz tolle Sache und auf jeden Fall unterstützenswert und wir werden noch in die Show-Nutz packen falls Unternehmerinnen und Unternehmer das hören wie man vielleicht supporten kann.
01:23:43: Wie gesagt, ich habe schon einige Folgen gemacht.
01:23:46: Das war mit Sicherheit die emotionalste und irgendwie ergreifendste.
01:23:51: Und das ist wirklich schön!
01:23:57: Ich danke dir sehr für so viel Offenheit und hoffe, dass euer Projekt genauso weiterläuft, wie du dir das vorstellst.
01:24:05: Dass du deine Ideen verwirklichen kannst und drückt natürlich die Daumen, dass es auch irgendwann eine erfolgreiche Übergabe gibt sozusagen in der nächsten Generation.
01:24:16: Und ich finde sehr schön wenn wir vielleicht bei Zeiten nochmal eine Folge aufnehmen können und vielleicht so ein bisschen auch noch mal dieses Thema Übergang, Übergabe was auch immer beleuchten.
01:24:31: Was ja dann auch wieder ein Mittelstandswerk Thema ist oder ein Mittelstandes Thema ist.
01:24:36: Also ich fand das ganz ganz toll.
01:24:38: bedanke mich für deine Zeit und sage bis ganz bald liebe Judith.
01:24:43: Ja ich bedanque mich auch und danke für die vielen Impulse und guten Fragen.
01:24:50: Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.
01:24:53: Sehr schön!
01:24:54: Bis ganz
01:24:56: bald.
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