Innovation beginnt mit Mut – Dr. Aurelia Zirner über Unternehmertum und Freiheit
Shownotes
In dieser Folge des UnternehmerMenschen Podcasts spricht Daniel Jokisch mit Dr. Aurelia Zirner, Gründerin und Geschäftsführerin von Mensch Next Big Thing.
Ausgehend von ihrem ungewöhnlichen Weg von der Vulkanologie über die Wissenschaft bis hin zur eigenen Unternehmensgründung erzählt sie, warum sie sich bewusst für das Unternehmertum entschieden hat und weshalb Innovation mehr braucht als gute Ideen.
Gemeinsam sprechen sie über die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Mittelstand, den sinnvollen Einsatz von Fördermitteln sowie darüber, warum Partnerschaft wichtiger ist als klassische Beratung. Außerdem geht es um die Bedeutung von Freiheit, Verantwortung und den Mut, neue Wege zu gehen.
Ein besonderer Schwerpunkt der Folge liegt auf der Frage, warum Scheitern kein Rückschritt sein muss, sondern häufig der Ausgangspunkt für nachhaltige Innovation und persönliches Wachstum ist.
Themen dieser Folge: • Unternehmertum und Verantwortung • Innovation im Mittelstand • Wissenschaft trifft Wirtschaft • Fördermittel für Forschung und Entwicklung • Freiheit als unternehmerischer Wert • Warum Scheitern zum Erfolg dazugehört • Zukunftsoptimismus und Experimentierfreude
Eine inspirierende Folge für Unternehmerinnen und Unternehmer, Führungskräfte und alle, die Innovation nicht nur als Technologie, sondern als Haltung verstehen.
Über den Gast Dr. Aurelia Zirner ist Gründerin und Geschäftsführerin von Mensch Next Big Thing. Mit ihrem Unternehmen begleitet sie mittelständische Unternehmen dabei, Innovationsprojekte erfolgreich umzusetzen, passende Fördermittel zu identifizieren und Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft aufzubauen.
Über den Podcast UnternehmerMenschen erzählt die Geschichten hinter den Unternehmern. Im Mittelpunkt steht nicht allein der Erfolg, sondern vor allem der Weg dorthin – geprägt von Entscheidungen, Zweifeln und persönlichen Erfahrungen.
Daniel Jokisch spricht mit Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Expertinnen und Experten über das, was oft im Verborgenen bleibt: Verantwortung, Wandel und die Realität des Unternehmertums.
LinkedIn Dr. Aurelia Zirner: Dr. Aurelia Zirner | LinkedIn Mehr über Mensch Next Big Thing: Innovationsnetzwerk Unternehmensnachfolge – mensch-next-big-thing Mehr über UnternehmerMenschen: Individuelle Beratung für KMUs | MittelstandsWerk LinkedIn Daniel Jokisch: https://www.linkedin.com/in/daniel-jokisch-nrw/
Transkript anzeigen
00:00:05: Es ist auch wunderschön, dass wir so viele Probleme haben.
00:00:08: Dann haben wir richtig viele Aufgaben, sie zu lösen!
00:00:11: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Unternehmer-Menschen-Podcast und heute freue ich mich darüber das Doktor Aurelia Zerner bei mir zu Gast.
00:00:19: Sie ist Geschäftsführer Gesellschafterin bei Mensch Next Big Thing Und Aurelia stelle dich doch ganz gerne selber einmal in ein paar Sätzen vor Was machst du?
00:00:31: Wer bist Du?
00:00:33: Was treibt Dich an?
00:00:34: Vielen Dank, dass ich hier sein darf und sprechen darf.
00:00:38: Wer bin ich?
00:00:38: Und was treibt mich an?
00:00:40: Ich würde sagen, ich bin eine Unternehmerin mit einem kleinen Unternehmen.
00:00:48: Was sich darauf spezialisiert hat Innovationsprozesse förderseitig Fördermittel technisch zu unterstützen dazu sicher später.
00:00:57: nochmal mehr Vorrangig geht es für mich immer darum, die Leidenschaft im Innovationsprozess aufrecht zu erhalten und auch das positive Bild der Wirtschaft oder der Wirtschaftsakteure nach oben zu halten.
00:01:12: Weil es für ich eben so was Schönes ist, einen Teil des freien Marktes in Anführungszeichen sein zu können und meinen Unternehmensumfeld zugestalten wie ich es für fair und zukunftsfähig halte.
00:01:28: Das macht mir besonders Freude.
00:01:29: Sehr schön, das passt!
00:01:31: Das heißt du passt quasi wie die Faust aufs Auge hier in unseren Podcast?
00:01:34: Ich habe den ja ursprünglich mal gestartet und zu sagen naja ich möchte zeigen dass die Unternehmerinnen und Unternehmer eben nicht die bösen Kapitalisten sind sondern im Zweifel die unser Land nach vorne bringen und stützen.
00:01:49: Das passt ja schon sehr gut zu deiner Vorstellung.
00:01:53: es war nicht abgesprochen.
00:01:54: das freut mich besonders daran.
00:01:58: Du hast ja gerade schon ganz viele Punkte gesagt.
00:02:00: Ein Punkt, der gefällt mir, wenn wir später bestimmt noch mal darauf eingehen, dass du gesagt hast in Anführungszeichen freie Marktwirtschaft.
00:02:08: Da stelle ich gleich gerne nochmal zu.
00:02:11: Aber du hast gesagt, du freust es oder dich treibt es an Innovationsprozesse nach vorne zu treiben und fördermittelseitig zu begleiten?
00:02:21: Ich kann mir natürlich etwas darunter vorstellen.
00:02:26: Erzähl doch mal gerne was dein Unternehmen und was du dann konkret machst, bevor wir gleich so ein bisschen auf deine Vita und auf deine Person...
00:02:35: Vielleicht, wenn ich da für dich's umdrehe.
00:02:37: Weil man versteht viel besser, was wir machen, wenn man meine Vita ganz grob kennt.
00:02:44: Deshalb würde ich die Freiheit nutzen, die Fragestellung doch umzudrehen.
00:02:49: Ich habe als junges Mädchen einen Vulkan ausbrechen sehen und hab beschlossen, ich muss Vulkanologin werden.
00:02:55: Da war ich ungefähr fünf Und habe dann, glaube ich, war gesagt okay das bedeutet ich muss Abitur machen und ich muss studieren.
00:03:04: Dann irgendwann war ich auch schlau genug zu wissen was ich studieren muss.
00:03:08: Hab dann tatsächlich mit Geologie angefangen nachdem ich mein Abi geschafft hatte und hab dann aber schnell gemerkt dass das irgendwie nicht so dem Forscherbild entspricht was sich mir als Kind ebenso vorgestellt hat.
00:03:24: Leute sitzen und sich überlegen, wie kann man die Welt besser machen?
00:03:28: Wie kann man über den Tellerrand denken.
00:03:30: Weil das viel für mich alles unter dieses Forschen drunter.
00:03:34: Und trotzdem habe ich dann meine akademische Karriere weiter fortgeführt weil ich ihnen immer dachte okay ich muss mich halt einfach noch weiter spezialisieren.
00:03:44: Ich muss besser werden, bis ich ihnen zu diesem Punkt komme dass sich das mit den Leuten zusammensitzt die die Welt besser machen wollen und habe es dann also nicht mehr ganz geologisch sondern eher in der Thermodynamik meine Promotion gemacht und hab da eben gemerkt tatsächlich war mir mein Doktorvater zu einem Zeitpunkt gesagt hat du hast zu deinem jetzigen Zeitpunkt kein Recht auf deine eigene Meinung jetzt wissenschaftlichen Kontext, weil ich für ein Ergebnis einstehen wollte.
00:04:13: Was muss ich dazu sagen nachher auch als richtig rausgestellt hat.
00:04:17: aber das wurde mir zu dem Zeitpunkt gewährt und da habe ich eben gemerkt okay was läuft denn hier falsch?
00:04:22: Wie kann denn Wissenschaft so funktionieren wenn es nicht einer freien Wissenschaftung dienen kann?
00:04:31: Und hab dann, auch weil ich schwanger wurde am Ende der Promotion beschlossen.
00:04:36: Ich muss die Uni verlassen und in den Freien wieder in Anführungszeichen gehen Wissenschaft, die mich ja schon weiter begeistert und Wirtschaft schließen.
00:04:49: Und bin dann über Zufall in einem Technologietransfer.
00:04:53: Beratungsunternehmen, so heißt es tatsächlich, landet jetzt im Teil eins der Frage was wir eigentlich machen?
00:05:00: Die haben sich auf die Fahne geschrieben.
00:05:03: sie Forschungsideen aufgreifen und in den Mittelstand bringen über Kooperationsprojekte dort im Rahmen, hauptsächlich im Rahmen von ZIM, also dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand.
00:05:14: Und das fand ich wahnsinnig spannend!
00:05:16: Ich bin da auch schnell aufgestiegen.
00:05:17: im.
00:05:17: Unternehmen hat ein großes Team und habe aber immer wieder gemerkt dass das keinem Unternehmerbild entspricht, den ich entsprechend möchte.
00:05:25: Also weil lief mir vieles zu intransparent in der Beratung Unloyal zwischen den Unternehmen ab und auch der Umgang mit den Ideen hat mir nicht gefallen, so dass ich dann eben zu dem Punkt gekommen bin.
00:05:42: Nein!
00:05:42: Wenn ich wirklich will das Wissenschaft- und Unternehmertum zusammenkommt, dann muss ich meinen Unternehmen
00:05:49: gründen.".
00:05:50: Und das ist sozusagen in dieser Menschnext big thing besultiert.
00:05:56: Das heißt, das Ziel unserer Partnerschaft Unternehmen, mit denen wir zusammen arbeiten ist es zu verstehen in welcher Porsche befindet sich das Unternehmen.
00:06:09: In welcher Branche hat das Unternehmen Erfahrung und auch Entwicklungserfahrung also Forschung und Entwicklungs-Erfahrungen?
00:06:17: In welche Perspektive möchte sich das Unternehmen entwickeln?
00:06:20: Also typisch in Bayern viele Automobilzulieferer stehen jetzt unter dem Innovation oder unter den Marktdruck meistens den Bereich Luft- und Raumfahrt für sich erschließen oder eben weitere Spezialbranchen.
00:06:34: Und dann versuchen wir zu verstehen, welche nächsten Schritte erforderlich sind um da hinzukommen?
00:06:41: Welche Projekte auch realisierbar sind im Unternehmen, um dahin zu kommen vernetzen mit Forschungspartnern oder bei anderen Unternehmen Kooperationen darüber aus, also formulieren das Thema so dass es auch in ein entsprechendes Förderprogramm passen kann und akquirieren dann über die Projekte.
00:07:02: Die Fördermittel sind da auch in der ganzen Antragstellung Abwicklung und Dokumentation auch des Förderprogramms nachher mit dabei sodass das was sonst kaputt geht unter der Administration als es gibt einen schönen Spruch Das heißt, das Feuer der Begeisterung lässt sich mit Formularen schnell löschen.
00:07:25: Und ich finde, es trifft super gut wenn man in diesem Fördermittel-Kontext... Dass eben das nicht passiert, dass diese Idee einer Innovation, einer gemeinsamen Innovationen der Träger über das Projekt ist und nicht des Fördermaittel der Trägern über das Projekte ist.
00:07:41: Weil ich auch nicht glaubt, dass ein Fördtermittel dazu dienen sollte die Liquidität im Unternehmen ausrechtzuerhalten sondern sollte dazu dienen, ein Unternehmen langfristig zu stärken in dem ein Produkt entwickelt wird was marktet werden kann und über Umsätze das Unternehmen stärken kann.
00:08:00: Und nicht das Vordermittel selbst.
00:08:01: Also das ist sehr kurz das was wir machen.
00:08:06: Wir machen natürlich nicht nur in Anführungszeichen Kooperationsprojekte sondern auch Einzelprojekter.
00:08:12: also wenn Unternehmer sagt ne aber er möchte das lieber alleine in seinem Unternehmen machen dann finden wir auch da die passenden Programme, aber die Herrrevision über Menschen Explicating ist schon dieses vernetzende Denken über teilweise Branchen hinaus auf speziellen Themen um wirklich große... Ich zähle jetzt mal disruptiv.
00:08:34: oder große Innovationssprünge für Unternehmen ermöglichen zu können?
00:08:38: Ich
00:08:38: finde, du hast ganz viel Interessantes gesagt, worüber ich mit dir sprechen möchte.
00:08:46: Das erste und das hat gar nichts mit deinem akademischen Werdegang zu tun.
00:08:54: Du hast gesagt, du hattest einen Vulkanausbruch gesehen.
00:08:57: Wo erlebt man denn sowas so?
00:08:59: War das geplant oder ist es...
00:09:03: Das ist gar nicht so schwierig.
00:09:04: Ich habe das tatsächlich seitdem auch schon mehrfach bin ich in das Vergnügen gekommen, aber da war es auf jeden Fall nicht ungeplant wenn man mit der Fähre von einer Apel glaube ich zu den eolischen Inseln.
00:09:18: also wir sind nach Vulcano gefahren meine Mutter mit uns Kindern sind da sind wir am Stromboli vorbei gefahren und der ist ja immer mal wieder so dass man da schon eine kleine Lava von Tene drüber sehen kann.
00:09:33: Und das ist von der Fähre aus, weil ganz am frühen Morgen ... Das hat mich so beeindruckt die Urgewalt oder dieses, dass da was unter der Erde steckt, was raus muss.
00:09:44: Das fand ich so toll!
00:09:47: Dass ich dann zum Glück war und wir ja erst noch in den Urlaub auf Volcano konnte hier massenhaft Steine sammeln und es war der Anfang.
00:09:57: Ach, schön.
00:10:00: Ich habe ja schon einige Menschen im Podcast begrüßen dürfen und ich frage ganz oft was wolltest du werden als so zwölf warst?
00:10:10: aber bei dir stand es dann viel früher fest auch durch eine Ereignis.
00:10:13: das finde ich total interessant dass sich das so prägt.
00:10:19: Ja, das ist ein ganz schöner Zeitraum zwischen.
00:10:22: Zwischendurch sehe ich es mit fünf und dann mache ich mal mein Abi, dann weiß ich nicht, neunzehn gewesen, dann studieren also...
00:10:32: Bespricht auch für meine Dickköpfigkeit.
00:10:34: Das ist endlich mir was in den Kopf setzt.
00:10:40: Und dann hast du etwas gesagt, das hat mich ganz interessant, weil ich einen Podcast mit einem Neurobiologen gehört habe und der hat was ganz Interessantes Gleiches gesagt.
00:10:50: Du hast gesagt, dein Doktorfahrt hat irgendwann gesagt so eigene Meinung ist jetzt vorbei.
00:10:55: Jetzt glaube ich darf man das so betrachten.
00:10:57: Wissenschaft ist natürlich vermutlich nicht der Ort für eigene Meinungen aber vermutlich aber da darfst du mich korrigieren meintest oder meinteste es eher so dass du sagst naja Ich sag jetzt mal etwas entdeckt, was ich für Richtiger gehalten habe als das... Was war?
00:11:12: Dann ist es ja keine Meinung.
00:11:13: Sondern einfach eigentlich Arbeit, was entdeckte und wollte da reingehen.
00:11:16: also verstehe ich das so richtig.
00:11:17: Genau!
00:11:18: Ich hab sogar die These, also das ist ja immer These und Antithese eigentlich in der Wissenschaft eine These formuliert.
00:11:29: Und die fand ... Also die war aber halt anfechtbar sagen wir es so.
00:11:38: Und diese These wollte ich gerne auf einer Konferenz vorstellen und das sollte ich nicht, zumindest mit dem Namen meines Doktorvaters.
00:11:47: und da ich aber diesen Vortrag auf der Konferenz ja im Rahmen meines universitären Auftrags durchstühren musste, musste natürlich den Namen meides Doktorvaters darauf schreiben.
00:12:02: Das heißt, es war relativ klar... Das eine oder das andere.
00:12:08: Ich glaube, es war auch gar nicht so eng gemeint mit diesem... Du hast kein Recht auf deine Meinung?
00:12:15: Dass ich mich da in die Enge getrieben habe gefühlt hab, hat aber schon viel mit mir gemacht.
00:12:24: Also generell dieser wissenschaftliche Alltag wie er an Unis besteht zumindest so wie ich ihn in den Unis in Deutschland miterlebt habe, ist für mich nicht sehr offen.
00:12:39: Also fördert für mich ein kritisches wissenschaftliches Denken sowie ich wissenschaftliche Denken verstehe weil ich finde wissenschaftliches Denken die Herausforderung auf dem Problem zu stoßen und nicht wissen wie man dieses Problem löst aber nicht lockerzulassen sondern einfach zu überlegen Was für Lösungsmöglichkeiten kann es denn geben?
00:13:02: Und dazu gehört, dass man die bestehenden Theorien halt überprüft.
00:13:07: Wenn sie alle nicht passen, dann kann man noch heult dazu!
00:13:10: Das sollte doch das Ziel sein.
00:13:14: Dass man sich nicht nur in den bestehende Theorieren sucht und sich damit übt, dass wieder was gefunden hat, was wieder in eine bestehendetheorie passt wie man ein bisschen erweitern kann... Das hat mich sehr geärgert in den ganzen wissenschaftlichen Praxis, die ich da erlebt habe.
00:13:35: Ich hab das richtig verstanden weil bei dem Podcast, den ich mit dem Neurobiologen gehört hatte, der ging es genau um das.
00:13:40: Den ging's irgendwie darum und ich bin natürlich jetzt nicht sattelfest aber ich versuch's mal in meinen Linebord zu sagen... Es bestand immer die Annahme dass menschliche Gehirn sich ab der Pubertät sozusagen nicht mehr entwickelt.
00:13:54: Und das war Status quo.
00:13:55: und er hat dann wohl mit als einer der ersten gesagt, hey ich glaube das nicht.
00:14:01: Weil dieses und jedes spricht dagegen.
00:14:02: und dann hat auch erzählt wie richtig angefeindet wurde und die Wissenschaftler alle gesagt haben nein und dass ist das Modell.
00:14:09: und so machen wir das.
00:14:11: und dann dachte ich mir so als Nichtwissenschaftler Das macht mein Bild, genau wie du es gerade sagst von der Wissenschaft total kaputt.
00:14:18: Mein idealisiertes und romantisches Bild ist irgendwie genau das was du hast.
00:14:23: da ist jemand, der sagt ich habe ein Problem und ich möchte es lösen Und mir stehen sozusagen alle Mittel dafür zur Verfügung.
00:14:31: Also Ich kann ausschöpfen dich, ich kann mich und darin so verstehe ich Wissenschaft austoben und Dinge hinterfragen.
00:14:40: und in Wahrheit und dass sich das dritte mal, dass ich das höre Klingt für mich ganz, oh der Wahrheit ist falsch.
00:14:45: Aber zumindest das dritte Mal höre ich es jetzt einmal in dem Podcast, einmal von einem Wissenschaftler aus meinem Bekanntenkreis und jetzt von dir, dass es ganz oft einfach nur darum geht hey!
00:14:55: Das ist der Status quo und um Gelder zu bekommen müssen wir dieses Rentiernes zu machen, um nicht anzuecken müssen wir diesen Rentieres machen.
00:15:02: und ja das finde ich total schade.
00:15:06: aber ich find's total interessant, dass sich jetzt neben diesem ... neurowissenschaftlichen Teil jetzt auch in deinem Fall, ohne dass ich das natürlich... ...ausführlich prüfen kann.
00:15:15: Aber es ist wie sage ich das jetzt zumindest aus meiner Erfahrung kommt's häufiger vor,... ...dass ich das hier über Ohne, da wir jetzt einen wissenschaftlichen Beleg habe.
00:15:28: Aber vielleicht ein Thema weil es natürlich eine Maschinerie ist.
00:15:31: Ja und deshalb finde ich eben gerade diese... Also die Forschung und Entwicklung, die ein Unternehmen stattfindet so spannend!
00:15:39: Weil genau dort darf das ja nicht sein.
00:15:42: Genau in den Unternehmen muss man ja wirklich Probleme lösen, weil man muss besser sein als das andere.
00:15:48: Das bringt nicht dass man sich da auf den Status quo beruft sondern man muss über diesen Status quo hinüberreichen und deshalb bin ich dieses wie Innovationen in Unternehmen funktioniert und die Forschung in Unternehmens funktioniert so wahnsinnig spannend und beeindruckend.
00:16:08: Kombination von einer Forschung und Entwicklungsabteilungen in einem Unternehmen.
00:16:12: Und eine einen klassischen Forschungsinstitut wahnsinnig wahnsinnige Synergien entwickeln kann, weil ich glaube schon dass dieses Verkopfte nur im Anführungszeichen Systemdenken eines klassischen Wissenschaftlers für den Unternehmen wiederum sehr viel Nährwert bieten kann wenn man es denn richtig dosiert.
00:16:34: Weil ein Unternehmer hat natürlich Angst davor, dass dann irgendein verrückter Wissenschaftler da fünf Jahre irgendwie an einem winzig kleinen Problem rumtüftelt was aber am Schluss den Preis des Produktes so ins unermessliche treiben würde das gar nichts bringt.
00:16:48: Aber dafür ist es ja das Schöne, wenn dann gleichzeitig einen Wissenschaftler oder ein Ingenieur aus dem Unternehmen an der gleichen Fragestellung arbeitet sich mit den Forscher an der Uni austauscht und die gemeinsam diese Probleme durchdenken können.
00:17:07: Ja, passiert so viel mehr.
00:17:09: da passiert eben das dass man die Dynamik des Unternehmens mit der wissenschaftlichen Tiefe der Forschungseinrichtungen kombiniert und genau zu dem kommt wozu man sonst nicht bekommen wäre.
00:17:23: Das
00:17:24: war jetzt nicht ganz geschickt ausgedrückt, aber ich glaube man versteht was ich meine.
00:17:28: Ja und finde da total interessant.
00:17:31: Ich hatte vor einigen Folgen Tina Starvemann zu Gast und sie macht spannenderweise etwas.
00:17:39: Sie bringt Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen von Universitäten auch aus dem Ausland in Unternehmen.
00:17:50: darüber diskutiert oder sie hatte zählt und hat gesagt, naja das ist total spannend.
00:17:54: Weil in Unternehmen geht es darum Lösungen zu finden?
00:17:56: Und in der Wissenschaft geht's da darum, na ja wie schön Probleme sind sozusagen weil du so spannend bist.
00:18:03: Das war ein bisschen...und ich hatte ein Bild gemalt.
00:18:07: Da ging es so darum, dass sie sagt naja klassischerweise wenn jetzt eine Universitätswissenschaftlerin in ein Unternehmen kommt dann entwickelt sich ein Formel eins Fahrzeug.
00:18:17: Aber anstatt zu sagen, ich steige jetzt ein und fahre los.
00:18:20: Und mache es besser, dann sage ich, theoretisch könnte man noch viel anbauen.
00:18:23: Dann müsste eigentlich... Also das heißt, dass ist alles da aber es kommt nie dazu, dass es fährt!
00:18:29: Ich hoffe, dass das Bild einigermaßen
00:18:31: passend ist.
00:18:32: Genau, aber genau das richtige Bild.
00:18:35: Ja, okay.
00:18:36: Ja spannend.
00:18:38: umso schöner finde ich und was für Zufall, dass du jetzt quasi diesen Weg gegangen bist also aus der Forschung sozusagen in die Unternehmen oder hast ja auch ein eigenes Unternehmen gegründet.
00:18:51: Und was mir auch gut gefällt, ist dass du eben vorhin gesagt hast, es ist ein partnerschaftliches Miteinander.
00:19:02: Jetzt kommen wir beide aus einem ähnlichen Bereich nur mit dem komplett anderen Hintergrund.
00:19:07: Das heißt, wir haben auch eine Unternehmensentwicklung machen und Wir haben uns irgendwann mal dafür entschieden, dass sie gesagt haben naja wir wollen oder viele auch der Mitarbeitende die bei uns haben gesagt.
00:19:19: Wir wollen aus der Konzernberatung raus weil unter Konzernen Beratungen gibt es im Prinzip so ein bisschen.
00:19:26: wie du eben gesagt hast Gibt's ein System und das bedeutet ich über ich überspitze ist jetzt mal bewusst und es muss nicht überall so sein aber auch da Aus Erfahrungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter So nach dem Motto wir bezahlen euch also macht ihr das was Was wir euch sagen Und dann entwickeln, die vielleicht war es.
00:19:44: Und dann kommen drei Monate später neuer Vorstand alles für die Tonne und alles umsonst.
00:19:50: Deshalb haben wir gesagt, hey!
00:19:51: Wir wollen in den Mittelstand dort beraten weil unser Ziel ist immer das partnerschaftlich zu machen und unser gegebenermaßen subjektiver Eindruck ist im Mittelstand macht man das partnerschafflich.
00:20:03: Das heißt wenn du sagst Hey Daniel ich brauche euren Support Dann haben wir das gleiche Ziel und Du sagst der Daniel oder sein Team hat etwas Was ich nicht habe, das nehme ich in Anspruch damit wir zu einem Ziel kommen.
00:20:17: Das heißt es Ganze findet irgendwie auf Augenhöhe statt und man arbeitet Hand-in-Hand im Prinzip.
00:20:23: Und so verstehe ich auch das was du eben gesagt hast richtig?
00:20:27: Ja und für mich kommt tatsächlich auch dass sich das so betone aus der Not heraus, dass gegen den Begriff Beratung und auch gegen den begriff Unternehmensberatung ist gar nichts Negatives zu sagen.
00:20:41: Nur, glaube ich hat sich ein sehr negatives Bild ausgebaut zu dem Klischee einer klassischen Unternehmensberatung und insbesondere in der Fördermittelberatungen wie ich Manch Next Big Thing ursprünglich auch genannt hatte als Mittelberatungs.
00:20:58: Ich würde es wirklich widerlich nennen eine widerliche Geschäftspraktik zu beobachten wie Unternehmen zu Fördermitteln beraten werden und abgezogen werden.
00:21:09: Und im Regen stehen gelassen werden, sobald es irgendwie eine Prüfung gibt dass sie keine Unterlagen vorhalten können.
00:21:17: wenn wenn irgendeine Vision ist das ich gesagt habe davon möchte Ich mich ganz klar distanzieren von diesem Bild eines unternehmensberaters oder fördermittelberaters.
00:21:26: Das möchte ich nicht sein.
00:21:28: mit meinem Unternehmen und dadurch dass das für mich eigentlich eigentlich wäre ein Fördermittelberater immer auch ein Unternehmenspartner.
00:21:38: Habe ich dann halt gesagt, okay da nutze ich jetzt einfach dieses Wort Partner stärker als das Wort Berater und ich finde die partnerschaftliche Zusammenarbeit macht auch so viel mehr Spaß weil wenn man eben sagt es ist partnerschaftlich, dann ist es immer klar dass man zum Wohle des jeweils anderen macht.
00:21:59: Eine partnerschaftliche Arbeit wäre nicht jemand mutwillig zu schaden.
00:22:06: So würde man sich in einer Partnerschaft hoffentlich, in einer funktionierenden Partnerschaft nicht verhalten.
00:22:12: Deshalb finde ich trägt das viel mehr als in dem Begriff Beratung zumal in den Begriff beratungen ja immer auch drin steckt.
00:22:19: Ich wüsste es besser und das weiß ich ja Das tue ich nicht.
00:22:24: Ich weiß nie besser, wie der Geschäftsführer oder der F&E-Leiter eines entsprechenden Unternehmens.
00:22:30: Wie und was er zu machen hat?
00:22:32: ich versuche zu verstehen, was er machen möchte und wo er hin will Und dann kann ich aus meiner Erfahrung sagen Was ich für einen guten Lösungsweg halte.
00:22:42: Aber das heißt nicht dass dieser Lösungs Weg besser ist als das was das Unternehmen davor gemacht hat Sondern es ist nur ein anderer Lösungs weg.
00:22:51: Durch diese Schräglage in diesem Beratungsbegriff ist in Deutschland ganz viel auch an Vertrauen kaputtgegangen, in den letzten Jahren.
00:23:02: Ich
00:23:02: glaube das ist auch genau der Punkt... ich krieg das ja mit, ich bin im Wirtschaftsforum beispielsweise und ich habe einen guten Bekannten, da sagt immer Daniel was weißt du denn besser?
00:23:15: In meinem Betrieb, der baut Tankfahrzeuge, wie willst Du mich denn besser machen?
00:23:21: und sag ich, naja nicht in dem was du originär tust.
00:23:24: Woher soll ich denn wissen wie man so ein Bluhfahrzeug aufbaut?
00:23:28: Und was für eine Pumpe habe ich ja überhaupt gar keine Ahnung davon.
00:23:32: Jedoch – und das ist der Punkt – für mich geht es darum diese Offenheit zu haben dass sich sage, na ja ich kann dir nicht sagen wie du dieses Bluh-Fahrzeug bauen sollst.
00:23:43: Ich kann oder wir können dir aber vielleicht dabei helfen wie du deine Werkstatt organisierst zu sagen Na Ja Wie wäre es denn und damit?
00:23:53: Und wir könnten zum Beispiel auch deine Buchhaltung digitalisieren, sodass du weniger beispielsweise Personal einsetzt.
00:23:59: Dort brauchst das zu dir einen weiteren Meister leisten kannst oder was auch immer.
00:24:03: Ich glaube, dass ist so die Idee.
00:24:05: Und ich glaube da prallen zwei Themen aufeinander einmal ganz oft natürlich irgendwie das Ego des Geschäftsführers, der Geschäftsführerin oder muss nicht eher sein.
00:24:12: Es kann ein Werkstattleiter sein oder was?
00:24:13: doch immer einfach dieses Ich habe Angst, dass jemand besser ist als ich.
00:24:19: Ich glaube da kommt so ein bisschen dieser Abhörte... ...ich will, dass niemand hier reinkommt wenn man das schlecht erträgt und auf der anderen Seite natürlich auch dieses... ..."Ich bin der allwissende Berater und ich komme irgendwo
00:24:30: hin.".
00:24:31: Und ich hab' es für uns so definiert und ich glaube das funktioniert doch ganz gut.
00:24:34: Das heißt, ich komm irgendwo hin.
00:24:36: die Leute fragen ganz oft nach dem ersten Termin ja du hast so wenig erzählt.
00:24:39: Naja, ich muss erst mal zuhören!
00:24:42: Ich weiß doch gar nicht was ihr tut Während die erzählen, so geht es mir zumindest.
00:24:47: Könnte man das machen?
00:24:48: Ah könnte man dass machen und am Ende lässt sich wahrscheinlich nur ein Bruchteil der Dinge umsetzen einfach aus Kapazitätsgründen.
00:24:57: Zumindest auf einmal, die man sich ja im Anfang gedacht hat aber man geht dennoch immer raus und sagt naja es gibt schon viele Ansätze an denen man anpacken kann und jetzt müssen wir einfach priorisieren Und das finde ich besonders, besonders schön.
00:25:13: Da finde ich so schön auch von diesem Neurobiologen ein sehr schönes Begriff gebracht oder eine schöne Theorie aufgestellt und die verfolge ich auch.
00:25:22: Ich mache es in meinem Team so dass ich sage, ich brauche die besten Leute und jeder ist in seinem Bereich immer viel besser als ich auch wenn ich der Chef bin.
00:25:32: also Ich finde, diese Idee der Chef weiß alles ja ist totaler Quatsch.
00:25:36: Ich habe manchmal gar keine Ahnung also keine Ahnungsgelogen aber
00:25:40: ich
00:25:40: kann manche Dinge einfach operativ gar nicht tun.
00:25:42: die Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter von mir tun und ich weiß naja sie sind da gut und ich weiss ungefähr wie es funktioniert.
00:25:49: Aber erst dieses Zusammenspiel Also quasi dieser Organismus Der macht's halt aus.
00:25:55: Und so diese diese Übertragung das hat der Neurobiolo gemacht von seinem Körper Die sind alle wichtig, aber nichts funktioniert alleine.
00:26:07: Sondern das muss so miteinander gehen und das finde ich ein wirklich schönes Bild.
00:26:11: Zeigst du auch gerade
00:26:13: gerade auf?
00:26:13: Ja eine Sache ist mir noch eingefallen.
00:26:17: Ich glaube dass das was ein Unternehmensberater wenn wir den Begriff dann ja jetzt alle positiv verstehen.
00:26:25: Den Luxus der Unternehensberat hat es dadurch dass er ja in ganz unterschiedliche Konstellationen und Probleme reinschauen kann.
00:26:34: Kann er ein Wissen entwickeln, was sehr zielorientiert sein kann?
00:26:40: Weil immer nur ein Problem... weil er nicht immer nur einen Problem sieht sondern eben ganze Spektrum an Problemen und dadurch vielleicht schon Muster erkennen kann und vielleicht schon sagen kann naja okay wenn Unternehmen immer noch nicht digitalisiert ist dann wäre das vielleicht auch wenn es die letzten fünfzig Jahre gut funktioniert hat, jetzt wirklich mal an der Zeit zu digitalisieren oder auch was Personal- oder Mitarbeiterstrukturen betrifft.
00:27:10: Ich glaube ich haben Berater doch auch häufig durch die Erfahrung mit dem Blick in andere Unternehmen die Möglichkeit Strukturen besser aufzudecken, die schädlich sind als jemand der immer eben nur in seiner eigenen Suppe sitzt.
00:27:26: Dieses Vogelterspektive hilft eigentlich immer Probleme zu finden.
00:27:30: Deshalb kann man ein Unternehmensberater vielleicht auch einfach aus dem Vogel...
00:27:35: Ja, der reingeht und sagt ich leg den Finger in die Wunde oder ich sehe Dinge.
00:27:40: Ich kenne das ja selber auch.
00:27:42: Und uns natürlich regelmäßig extern Menschen genau aus dem Gut rein, weil irgendwann ist man so eine Situation Und da kommt jemand und sagt, ah ja, habt ihr mal versucht links rumzulaufen?
00:27:49: Ah ja.
00:27:50: Ne, haben wir nicht.
00:27:51: Ja also dieses... Ich glaube das muss man einfach schaffen.
00:27:56: Das Thema ist immer ich glaube wenn du viele Alpha-Männchen oder auch Alpha-Reibchen in den Unternehmen hast.
00:28:03: es hat natürlich immer ganz viel mit auch irgendwie und jetzt nicht nur im negativen Sinne aber auch Macht zu tun und Einfluss zu tun.
00:28:12: Und viele denken, naja jetzt hat jemand was aufgedeckt.
00:28:14: Ich halte es lieber mal unter dem Tisch.
00:28:17: Aber ja der Spirit ist halt nicht meiner und am Ende müssen das die Menschen immer für sich entscheiden.
00:28:25: aber finde ich sehr interessant.
00:28:27: Jetzt hast du ja so ein bisschen erzählt, was ihr macht.
00:28:29: Kannst du so ein konkretes Beispiel?
00:28:31: Du musst ja nicht im Firmennamen nennen.
00:28:35: Das ist so ein Projekt.
00:28:37: da kann ich sehr konkret zeigen, was haben wir getan?
00:28:40: Was ist daraus entstanden?
00:28:42: und wenn du es ein bisschen verklausulierst, weil das Kundenthemen sind auch gerne.
00:28:47: Ich überlege gerade, es sollte ja schon auch spannend sein also... Es gibt einen Unternehmen aus München mit dem arbeiten wir sehr gerne zusammen auf unterschiedlichen Projekten und das hat mir einfach die Augen geöffnet für einen ganz neuen Fachbereich, der mir davor ganz fremd war.
00:29:08: Die arbeiten in der forensischen IT.
00:29:11: Das finde ich wahnsinnig spannend und ist jetzt nicht neu per se... sehr IT-lastig!
00:29:24: und auch mit klassischer IT-Lastik, aber da steckt ein Riesenpotenzial drin was mir einfach gar nicht bekannt war.
00:29:31: Und dieser Begriff also dass man Daten nutzt von Geräten nach Verhalten aufzudecken finde ich wahnsinnig spannend.
00:29:42: Das ist ein Unternehmen die hatten davor noch nie Förderprogramme genutzt weil es ja einfach ein super laufendes Unternehmen ist.
00:29:49: War nicht der Bedarf im Endeffekt dar?
00:29:53: Und da haben wir angefangen erstmal tatsächlich mit einem sehr niederschwelligen Förderprogramm, so einem Digitalbonus.
00:30:01: Weil dann natürlich schon die Kosten für die entsprechende IT-Infrastruktur enorm hoch sind weil die Sicherheitsforderungen sehr, sehr hoch sind.
00:30:08: das heißt man kann ja kein klassisches ERP nehmen sondern es muss ja komplett abgekapft wird dass System sein was angriffssicher ist aber trotzdem Leistung stark ist.
00:30:20: und so haben wir da praktisch den den Fuß reinbekommen in das Unternehmen und haben dann erst gemerkt, die verstehen selber gar nicht oder doch verstehen schon selber.
00:30:31: Aber die wussten gar nicht wie innovativ sie sind und dass was sie da taggäckig machen mehr als qualifiziert Förderprogramme für Innovationsprojekte zu bekommen.
00:30:42: Und dann haben wir für die eben angefangen allerhand Projekte sozusagen erstmal Fördern zu lassen.
00:30:49: und jetzt auch zuletzt eine Kooperation mit der Charité Berlin.
00:30:53: Das ist auch eine Zusammenarbeit, die mit dem Unternehmen schon länger bestand aber die eben auch noch nie über Fördergelder offen ist.
00:31:02: Und jetzt ist natürlich der Win-Win-Effekt doppelt.
00:31:05: Die machen das was sie gut können und was sie sowieso gut können ein bisschen beschleunigt darüber dass die Kapitalzuschüsse erhalten und dadurch einfach besser investieren können, vor allem in Personalaufbau.
00:31:21: Und Infrastrukturentwicklung im Unternehmen und dadurch viel besser, viel schneller wachsen können.
00:31:25: also das so ein Beispiel wo ich glaube wir wirklich sehr viel Positives bewirken konnten.
00:31:34: Ein anderes Beispiel ist ein kleines Unternehmens oder ein relativ junges Unternehmen noch auch die wahnsinnig viel mit Förderprojekten zu tun hatten und im Endeffekt fast jeden Mitarbeiter über irgendein Förderprogramm gefördert hatten, aber es nicht geschafft haben die entsprechende Struktur im Unternehmen dahinter aufzubauen diese Kosten zu monitoren.
00:32:01: Dass das eben nicht vorkommen kann dass Leute überbucht werden oder doppelt aus Projekte gebucht werden und so und da aufzuräumen.
00:32:08: auch eben erstens hinsichtlich der Struktur wie die F&E Kapazitäten in dem Unternehmen erfasst werden, aber auch in der Planung der F&E Pipeline.
00:32:18: Weil nicht jedes coole Projekt mit den die Uni um die Ecke kommen muss dem Unternehmen auch dienlich sein da ein bisschen auszusetzen und eine klare Innovations Pipeline aufzusetzen.
00:32:31: das kann andere also keine andere Leistungen sein die wir einbringen können in diesen Fördermittelprozess genau im Endeffekt ganz klar die Unternehmen, die davor noch nie mit einem Forschungspartner kooperiert haben.
00:32:48: Weil sie einfach keinen Bock darauf hatten oder weil es einfach war die schlechte Erfahrung mit dem Kontakt mit Uni-Profs hatten.
00:32:57: Verstehe ich sehr gut gibt's zuhäuf geht mir auch so wenn ich irgendwie versuche damit jemanden in einem vernünftigen Zeit haben einen Plan aufzustellen und das aber einfach nie zustande kommt, weil entweder Termine unabgesagt fehlen oder einfach solche Lüftschlösser gebaut werden.
00:33:14: Dann verstehe ich, dass ein Unternehmer unter Zeitdruck sagt, ne mit uns arbeite ich nicht zusammen.
00:33:20: Aber wenn die dann mal merken, dass wenn sowas gut vorbereitet und gut vermittelt ist, dass das super positiv sein kann auch wenn je immer noch Ticken oder Arbeiten.
00:33:35: Aber trotzdem der Wissensaustausch, der funktioniert über darüber dass wir genau in diesem Wissen Austausch über die Projektlaufzeit auch helfen.
00:33:44: Zwar hat man irgendwelche Arbeitspläne erstellt aber trotzdem in der Praxis ist es ja nicht nur das Abarbeiten von Arbeitsplanen sondern in der praxis ist dann läuft irgendwas anders als erwartet.
00:33:56: Dann hängt irgendwo, dem schlechtesten Fall macht der Forschungspartner dann an irgendeiner ganz anderen Stelle weiter.
00:34:02: Anstatt man über das Problem spricht und da eine komplette Lösung zusammenentwickeln kann.
00:34:08: Also ich glaube diese moderierte Zusammenarbeit ist der größte Mehrwert den wir liefern können weil eben die Sachen nicht hängen bleiben also weil es auch immer unser Interesse ist ein Projekt weitergeht.
00:34:23: Es war aber, ich merke selber es war noch nicht so das beste Beispiel, aber eben weil ich mich schwer tue mit dem darf ich verraten.
00:34:30: was darf ich nicht verratet?
00:34:32: Ja
00:34:32: alles gut!
00:34:34: Ich versuche mal das für mich zusammen zu fassen.
00:34:38: Das heißt auf der einen Seite zeigt dir auch welche Fördermittel überhaupt möglich werden.
00:34:44: Das heißt, bei dem Beispiel von einem ersten dem IT-Fohrensick unternehmen zu bleiben und sagen, ihr macht die ganze Zusammenarbeit und wisst ihr man kann sogar für das was ich schon mache Zuschüsse kriegen und vielleicht finden wir auch noch Themen wie zweite wenn es richtig verstanden habe ist so ein bisschen die Unternehmen operativ zu unterstützen im Sinne von hey ihr bekommt schon Fördermittel Aber wir helfen euch das für euch sozusagen noch mal strukturierte aufzusetzen, dass es auch in der Organisation effizienter wird.
00:35:15: Das heißt ich würde sagen klassische Unternehmensberaten eigentlich.
00:35:19: und das Dritte so wie ich's rausgehört habe gehts darum ein Stück weit Übersetzer zu sein zwischen zum Beispiel an der Universität und einem Unternehmen weil die sagt hey wir sprechen die Sprache irgendwie von beiden indem ihr sagt naja das ist die Thematik Wir haben uns das angehört, die Forschungseinrichtungen macht aber gerade was völlig anderes.
00:35:43: Wir sollten mal dieses und jenes tun.
00:35:45: oder sprecht doch mal mit denen.
00:35:46: Also habe ich das so richtig zusammengefasst?
00:35:50: Okay ja es ist ja total spannend und geht ja weit über das hinaus, dass ich mir jetzt genau das, was du eben gesagt hast unter klassischer Fördermittelberatung, was sich darunter kenne im Sinne von hey es gibt ein Fördermittel beantragt erst dann bezahlt ihr uns und wir sind weg
00:36:06: Genau.
00:36:07: Das ist ja das Klassikität, finde ich total gut der Ansatz.
00:36:16: Vielleicht noch ein vierter Punkt.
00:36:18: Es ist nicht nur das Übersetzen zwischen Forschung und Unternehmen sondern der vierte Punkt ist dann tatsächlich auch der Technologietransfer.
00:36:26: dadurch dass wir eben Branchen offen mit den Unternehmen zusammenarbeiten kennen wir die entsprechenden Innovationsthemen der unterschiedlichen Branchen, bisschen Marktrengs und so weiter.
00:36:38: Und können dann schon auch gezielt sagen... Das ist tatsächlich ein gutes Beispiel von einem Projekt wo einen drei D-Druckunternehmen ein Ventil herstellen wollte für den drei D Druckprozess.
00:36:53: Wir aus einem anderen Projekt, wo es ganz anderen Prozesses ging sagen konnten, hey in diesem Lebensmittelprozess gibt es im Endeffekt schon Ventil und wir haben die Unternehmen dann vernetzt miteinander.
00:37:09: Und sie haben dann zusammen mit relativ wenig Aufwand natürlich war schon viel Vorwissen bestand genau dieses Ventil für die Anwendung im drei D Druck entwickeln können.
00:37:21: Das ist vielleicht noch eben dieser vierte Punkt des Technologietransfers den wir auch noch mit einbringen können.
00:37:30: Wie alt warst du?
00:37:32: Als du gesagt hast,
00:37:34: ich
00:37:34: mache mich jetzt selbstständig und hast du dann direkt ein Unternehmen gegründet oder hast du es erst mal auf eigene Faust gemacht.
00:37:41: Wann war das?
00:37:42: Ich war vierunddreißig.
00:37:48: Ich bin nicht in einer Unternehmerfamilie groß geworden und für mich hatte nie die Idee, dass ich Unternehmerin bin.
00:37:57: Und ich wurde sozusagen zur Unternehmerinnen geprügt an manges Alternativen, die sich mit meinen Idealen haben vereinbaren lassen.
00:38:08: Also für mich ist Freiheit und die Freiheit Entscheidungen zu treffen mit der Last, der Verantwortung die das bedeutet.
00:38:18: So wichtig dass ich gesagt habe okay dann es kann nur Unternehmertum der richtige Weg für mich sein.
00:38:25: wie's dazu kam war im Endeffekt sehr unschön weil ich wurde gekündigt aus den Beratungsunternehmen in dem ich davor war aufgrund meiner Schwangerschaft und das hat dann natürlich... Ich bin ja nicht blöd.
00:38:40: ich weiß ja dass wenn man schwanger ist kann man so da irgendwie sagen, ihr dürft mich gar nicht kündigen.
00:38:46: Aber die hatten halt ganz klar das Bild eine schwangere Frau hat innerberatungsfirma nichts zu suchen und das war im Endeffekt der Tritt in den Hintern die Richtung zu sagen okay ich muss mich selbstständig machen.
00:38:58: Ich habe das dann zwar natürlich noch ausgekämpft die die die Klage mit dem Beratungsunternehmen.
00:39:04: Aber in der Zeit habe ich schon angefangen, in der ja schwanger war, hab' ich schon anfangen ein Fernstudium zu machen für Management weil ich gesagt habe okay ich trinke nur wenn ich auch entsprechende Management-Erfahrungen habe rein.
00:39:19: die naturwissenschaftliche Basis reicht mir nicht aus.
00:39:21: ich möchte da schon bisschen was handfestes noch dazulernen.
00:39:26: und dann Auch über Glück im Endeffekt, weil ich mit dem Team in der Beratungsfirma, wo ich davor war ausgelagert war.
00:39:34: Weil ich glaube schon zu den Zeitpunkten, wie man Mitarbeiter führt in der beratungs Firma, den ideal nicht entsprochen hat.
00:39:44: Ich habe das denen immer viel zu freundlich und viel zu ... Kollegial alles gehandhabt und viel zu wenig Stress ausgeht aus die Leute.
00:39:52: Deshalb wurde ich ausgelagert und war zur Untermiete, mit dem Unternehmen wo ich zur Untermiehte war habe ich mich viel ausgetauscht und die haben gesagt auch hier machte ich doch selbstständig.
00:40:04: das war nicht kreativ oder ist eine Kreativ-Agentur.
00:40:10: Wir helfen dir mit dem Markenaufbau, wir helfen dir ja mit der Webseite und so.
00:40:14: Ich habe aber gesagt naja ich hab auch quasi woher soll ich Stammkapital nehmen?
00:40:18: Also wie soll ich das machen?
00:40:20: Und dann haben die mich auch unterstützt mit der Stamm Kapitaleinlage dafür natürlich gesellschafter Anteile bekommen und so Dinges Schritt für Schritt am Anfang auch viel mehr eben mit dem Fokus auf Forschungseinrichtungen Arbeiten, weil ich in der ersten Zeit eben auch noch parallel an der Uni tätig war.
00:40:44: In einer Hobbystelle... ...in Tübingen.
00:40:48: War es eher darauf ausgerichtet, als Transferstelle für Universitäten zu fungieren bis sich dann verstanden hat?
00:40:54: Nee!
00:40:55: Ich will nicht eine Transferstellte von Universitäten sein sondern ich will eine Transfer-Stelle für Forschung und Entwicklungtheim der Unternehmen sein.
00:41:02: das war dann sozusagen ja die Unternehmensentwicklung, die wir dann in den letzten fünf Jahren auch noch mitgemacht haben.
00:41:10: Okay, heißt aber unser Podcast heißt der Unternehmermenschen wir müssen wahnsinnig viel über dein Unternehmen erfahren... Aber jetzt retrospectiv ist es natürlich okay.
00:41:22: und dann haben die mich gekündigt in der Schwangerschaft.
00:41:24: das war ja vermutlich sehr schmerzhaft in der Situation.
00:41:30: und am Ende stellen wir fest naja du hast es eigentlich gebraucht weil dadurch Ich sag mal, du hast gesagt Glück.
00:41:38: Aber sag ich, naja dann hat das Leben dir.
00:41:39: Die richtigen Leute da hingestellt und dann ging es weiter.
00:41:45: Und jetzt weiß ich ja, du hattest ja drei Kinder.
00:41:47: Das heißt, du bist Unternehmerin, Vollblutunternehmerin.
00:41:52: Spannenderweise kann man fast sagen ist ein bisschen wie mit der Forschung.
00:41:55: Also
00:41:56: d.h.,
00:41:56: du hast den Vokalausbruch gesehen und gesagt, ich will das erforschen.
00:41:59: Und jetzt sagst du, naja ich will Freiheit.
00:42:01: Ich halte Leben und stell's fest ja so wie es jetzt funktioniert irgendwie nicht.
00:42:05: also erforsche ich... Wie kriege ich das?
00:42:08: Die Forscherin ist da!
00:42:11: Aber wie kriegst du das unter einen Hut?
00:42:13: Also was ist dein... Das Thema dass du sagst, das ist mein nichts.
00:42:17: Jeder der in der Unternehmensberatung, Unternehemsentwicklung wie das auch immer jetzt heißen mag schon mal war weiß ja selbst wenn es partnerschaftlich ist, das is ja ein toughes Business.
00:42:27: Also für mich überwiegt immer das positive.
00:42:30: Also für mich ist dieser Zugewinnen an Freiheit, der macht mich so stark dass es den Weg praktisch ebnet dafür dass das möglich ist.
00:42:49: Also ich will nicht sagen, dass ich nicht total verzweifelt bin und mich am Ende meiner Kräfte ab und zu fühle.
00:42:54: Das wäre verlogen zu sagen irgendwie das ist alles super schön und läuft immer toll und ich habe wahnsinnige Selbstzweifel ob ich mit dem Unternehmerbild was ich habe, was ich leben will, nicht eigentlich total naiv bin und bescheuert bin das zu machen in solchen wirtschaftlichen Zeiten und dass ich nicht total bescheuert bin, dass sich das versuche obwohl ich drei Kinder habe die ich ernähren muss.
00:43:19: Und wieso es geht glaube ich ist eben bei meinem Mann und uns dieser Begriff der Freiheit das zentrale Thema in unserem Leben.
00:43:29: wenn wir uns ein Leben aufbauen wollen was dem entspricht unseren Idealen entspricht, dann müssen wir eben bereit sein die Verantwortung dafür zu übernehmen.
00:43:40: Und für mein Mann hat das bedeutet, dass er sozusagen die Pflicht für Kinder und unser Zuhause übernimmt und ich die Pflecht für das Thema Geld verdienen.
00:43:51: Wir haben es eben anders aufgeteilt als die meisten anderen Familien und dadurch, dass wir uns aber damit jedem Räume geben in denen er frei ist funktioniert das sehr gut, aber es ist schon auch eine große große Herausforderung.
00:44:11: Ich finde sehr schön dass du das sagst weil auch hier bewusst wir wollen ja nicht die Instagram heile Welt.
00:44:18: also wir könnten jetzt so inszenieren irgendwie von der von der Forscherin zur erfolgreichen Unternehmerin und alles läuft am Schnüchen.
00:44:26: aber das ist ja wie das auch wieder aus meiner Anekdotischen Evidenz sozusagen, wie das nie der Fall ist.
00:44:35: Ich kenne niemanden also ich kenne kein erfolgreicher Unternehmer, keine erfolgreiche Unternehmerin wo nicht auch Dinge nicht funktioniert haben oder wo andere Dinge im Argen sind.
00:44:47: und das finde ich auch oder im Arg ist ein falsches Wort.
00:44:50: aber man zahlt einfach immer einen Preis dafür für das was man tut und genau das was du gerade sagst.
00:44:57: wenn ich maximale Freiheit möchte, habe ich natürlich wenig Verbundenheit.
00:45:04: Das heißt Verbundenheit auch mit Sicherungssystemen.
00:45:07: Und das muss man einfach wissen und ich finde es total gut.
00:45:11: Und dass ist ja im Prinzip Unternehmer DNA par excellence zu sagen Ich übernehme Verantwortung für mich, für mein Leben, für meine Familie aber natürlich auch für deine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
00:45:25: Dass du dich eigentlich das Schöne an dieser Nummer Du sagst ja selber, warum bin ich nicht total bescheuert?
00:45:31: Weil jeder der sowas mal gemacht hat versteht.
00:45:35: Vielleicht doch jeder, der es nicht gemacht hat kann im Ansatz verstehen was das bedeutet.
00:45:41: aber darüber zu sprechen finde ich total wichtig weil du sagst naja mein oberster Wert ist die Freiheit so verstehe ich dass und ich ziehs durch.
00:45:52: Und jetzt merkt man glaube ich du bist reflektiert du bist nicht vollkommen wahnsinnig Aber heißt Du gehst natürlich Risiken ein, aber es ist ja auch schön.
00:46:02: Weil du kriegst ja auch dann Gelegenheiten sozusagen geschenkt wie mit den Menschen die dann ich sag jetzt mal mit dir gemeinsam gegründet haben.
00:46:10: Freut ihr dir noch zusammen?
00:46:11: Also sind die noch bei dir investiert?
00:46:14: Ja
00:46:14: und sie sind noch investiert.
00:46:16: Die haben noch ihre Gesellschafter Anteile.
00:46:18: wir haben jetzt auch unseren ersten Ich find's mal... unsere erste Emanzipationsphase hinter uns gelassen, also ich glaube das ist auch was wobei man sich klar sein muss.
00:46:30: Wir haben alle relativ naiv gegründet und diese Gesellschaft aufgebaut, auch einfach in dem Vertrauen aufeinander, was wahnsinnig gut war und was mir auch viel Kraft gegeben hat, glaube ich hätten sie mir nicht so viele Vertrauen gegeben hätte ich mich vielleicht dann doch auch nicht getraut.
00:46:51: Negative Teil daran war, dass vieles nicht ganz durchdacht war und viele ihrer Rollen nicht klar waren.
00:47:00: Nicht ganz klar waren ihre Verantwortung und ihre Pflichten auch als Gesellschaft dann nicht ganz klar war Und die zu einer Schräglage geführt haben.
00:47:08: also ich habe zum Beispiel immer gedacht Ich müsste denen dankbar sein bis ich verstanden hab.
00:47:13: Nein, ich muss denen nicht dankbar sein.
00:47:16: Klar!
00:47:16: Ich darf ihnen dankbar sind und ich bin denen dankbar dafür dass sie an mich geglaubt haben aber ich muss ihnen insofern dankbar seien das sich ihnen was schulde Und das hat ihn bei uns als vier gesellschaften wir haben es dann auch noch schwierig dass ich eine frauin drei gesellschaft war für mich nicht leicht, da wieder ein Gleichgewicht aufzubauen zwischen dem okay wir dürfen auch deren Forderungen nach Gewinnausschüttung sein.
00:47:45: Wenn ich zum Beispiel mir extra wenig der Halt auszahle damit die Firma gut wachsen kann und so einfach diese ganzen Zwischenempfindlichkeiten die entstehen und vor allem wachsen auch wie länger ein Unternehmen am Markt ist, die zu harmonisieren.
00:48:04: Das war jetzt unsere letzte Errungenschaft und ich glaube, das haben wir aber sehr gut gemacht in dem wir alles zugelassen haben, weil wir haben keinen Bock mehr aufeinander.
00:48:15: Wir wollen es aber machen und wir schaffen das und reden einfach über alles.
00:48:19: Und jetzt Ihnen angefangen haben klare Strukturen aufzusetzen, klare Verantwortungsbereiche zu definieren Ich will es wirklich eine Emanzipation nennen, die überzeitlich war für das inzwischen bald fünfjährige Unternehmen.
00:48:35: Genau so dass sich jetzt alle, glaube ich auch freuen wieder auf das was kommt.
00:48:40: Ja aber ist doch total schön wenn man diese Erfahrung macht egal wie's ist ich habe das ja auch alles durch.
00:48:47: Es gibt nicht das Patentrezept Wie man das macht und wenns euch so gelungen ist damit offene Karten zu spielen Das total Total gut.
00:48:56: Spannend.
00:48:57: Sag mal, ich habe eben gesagt, ich erinnere mich bei deinem Einstieg da hast du gesagt in Anführungszeichen freie Marktwirtschaft.
00:49:03: Wir könnten wahrscheinlich jetzt einen Tag darüber diskutieren.
00:49:06: Ich würde aber natürlich einmal ganz konkret von dir fragen.
00:49:10: In Anführung Zeichen freien Marktwissenschaft?
00:49:12: Was ist dein Background dazu?
00:49:14: Ich finde vor allem die Frage ja besonders witzig war dem Hintergrund dass ich als Fördermädler verraten kann.
00:49:21: Das wäre
00:49:22: meine nächste Frage gewesen!
00:49:28: Nein, dieses Spiel spiele ich schon absichtlich in dieser Rolle auch.
00:49:34: Genau also für mich ist einfach vielleicht das Bild von Unternehmertum was ich habe, ein Bild auch von Menschen und dass es... Prinzipiell erst mal ein gutes Bild, also ich gehe immer von der Unschuldsvermutung sozusagen aus und ich finde das Prinzip von Handel wahnsinnig spannend.
00:49:56: Also man bietet was an und man einigt sich mit einer anderen Partei auf einen Deal, also auf einen Austausch entweder Geld gegen Dienstleistung oder Dienstleistungen gegen Dienstleistungen oder wie auch immer.
00:50:10: Oder Produktgegendienstleistung gibt es ja zigtausende Ankonstellationen, die man sich einigen könnte und das finde ich ein wahnsinnig schönes Prinzip.
00:50:17: und ich glaube wenn man dieses Prinzip ungestört lassen würde dann würde es auch häufig gar nicht so pervertieren wie es inzwischen doch pervertiert ist in gewissen Strukturen die, ich würde da schon es weitestgehend begrenzen auf Konzernebene.
00:50:39: Und da hat für mich einfach der Staat beziehungsweise das Geldsystem zu viel Einfluss aus wie Handel und Marktwirtschaft funktionieren kann.
00:50:52: Das heißt für Wirtschaftssystem, wie wir es in Deutschland haben praktisch keine freie Handel möglich.
00:51:00: Und deshalb sagst du freie Marktwirtschaft den Antwing?
00:51:03: Ich bin so frei also ich nutze meine Freiräume als Unternehmerin um die der bestehenden unfreien Marktwirtschaft frei zu sein weil ich meine unternehmerwerte lebe und mich da nicht verbiegen lasse was das mir schwer macht teilweise weil ich einfach entsprechend System mitläufer bin wie vielleicht andere, aber es schaffst mir die Freiheit meinem Idealtreuzer bleiben.
00:51:34: Und deshalb ist es schon so frei dass ich dieses Ideal ausleben kann.
00:51:39: und jetzt noch der Bogen zurück zu den Fördermitteln Dadurch, dass ich ja mit Unternehmen zusammenarbeite, die sich wirklich toll finde und die wirklich tolle Sachen machen.
00:51:47: Diese Subventionen und den Subventionsbildgriff im Allgemeinen, den finde ich kann man sehr kritisch beleuchten auch wie Fördermittel verteilt werden.
00:51:55: Kann man sehr kritisch bewerten.
00:51:58: aber meine Bemühungen geht dahin diese Subvention oder diese Fördermittel so in die Unternehmen zu bringen das die Unternehmen zukunftsfähig sind In einem freien marktwirtschaftlichen Sinne Wie Ich ihn verstehe weil die das Unternehmen einfach auf viele Füße widerstellen können, weil sie die Entwicklungspotenziale im Unternehmen mobilisieren können und dadurch einfach wachsen können.
00:52:22: In einem doch finde ich sehr maroden Wirtschaftssystem wie wir es in Deutschland haben gerade für Unternehmen, die in Forschung und Entwicklung investieren.
00:52:33: also wenn man sich das anguckt wie viel in USA, wie viele in anderen Ländern in Forschungs- und Entwicklungen investiert wird stinkt Deutschland einfach massiv ab.
00:52:41: ... weil es so mirig ist, in Deutschland Risiko... ... ins Risiko zu gehen als Unternehmen.
00:52:47: Weil die laufende Belastung so groß ist,... ... dass Innovationspotenziale einfach abgetötet werden vom System her schon.
00:53:00: Und da versuche ich dann praktisch meine Rechtfertigung dafür,... ...dass ich obwohl ich eigentlich für einen freien Markt bin im Bereich Fördermittel und Subvention aktiv bin.
00:53:12: Ja, es ist total interessant.
00:53:16: Du hast es gerade gesagt in den USA gibt's einen ganz anderen Markt.
00:53:20: Ich glaube das ist für diese Themen der Geldgeber als Beispiel und ich finde, dass hat natürlich viel auch mit der Kultur irgendwie tatsächlich zu tun im Sinne von, dass in Deutschland ein spannenderweise auf Unternehmerebene ist, also sich gar nicht so verbreitet.
00:53:40: aber Wenn in Deutschland ein Unternehmer Schwierigkeiten hat, das stelle ich fest.
00:53:47: Das andere Unternehmer tatsächlich ganz oft bereit sind zu helfen und zu überlegen wie können wir den den Supporten was kann man machen?
00:53:54: Und wenn es nur Ratschläge sind oder Gefährlichkeiten.
00:54:00: Spannenderweise alle die nicht alles ist nicht wahr aber ein Großteil der Menschen die Nichtunternehmer sind stehen und ich überspitze das Bild jetzt am Rand.
00:54:10: habe ich doch gesagt, dass das nicht funktioniert.
00:54:14: Und ich glaube, das ist das eine und ich finde man sieht es auch schon so ein Stück weit in der Begrifflichkeit.
00:54:20: also in den USA sagen die Venture Capital und bei uns heißt es Risikokapital.
00:54:27: So das eine heißt Ich wage etwas um etwas zu gewinnen.
00:54:30: Das andere sagt direkt naja ich riskiere.
00:54:32: jetzt kann man sagen das ist ja spitze finde ich.
00:54:33: aber ich bin davon überzeugt Dass das einen Unterschied macht weil ich würde natürlich Also ich bin ja auch leidenschaftliche Unternehmer und ich sage, ich mache es nie für Geld.
00:54:47: Das ist eine Konsequenz die daraus folgt oder das ist super gut.
00:54:52: du kannst euch aber also wie viele Coaches mich schon kontaktiert haben im Sinne von ach und so verdienst Du mehr Geld kannst Du mich nicht mit Träger.
00:55:01: Also ich möchte gut leben und ich möchte auch ein Zeichen angenehmes Leben haben, also nicht falsch verstanden werden.
00:55:06: Und ich habe mit Sicherheit das eine oder andere Hobby, wo ich sage ja da ist natürlich kostet es, kostet das Geld wenn man macht das.
00:55:12: aber für mich ist die Definition warum mache ich das?
00:55:18: Ist nicht um Geld zu haben sondern ich bin davon überzeugt wenn ich etwas mit Freude tue und mit Leidenschaft tue, und ich komplett blöd bin dann erfolgt also Erfolg erfolge aus diesem Tun eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit und eine gewissen finanziellen Freiheit.
00:55:35: Und ich finde, das ist total in Ordnung weil ich habe ja auch viel gewagt oder ich wage ja auch viele und ich versorge vielleicht Menschen mit Jobs und mit all dem was es für ein gutes Leben braucht.
00:55:50: Ich würde gar nicht sagen es geht nur um diese finanzielles Thematik sondern ich glaube dass man auch Menschen entwickeln kann in Unternehmen.
00:55:56: Ich finde aber auch tatsächlich, dass es gar nicht schlimm wäre wenn jemand Unternehmer, also ich bin es auch nicht.
00:56:03: Aber ich fände das auch nicht verwerflich, wenn jemand unternehmer wird mit der Motivation Geld zu verdienen oder reicher zu werden als jemand anderes.
00:56:13: Weil er tut es ja und übernimmt mehr Verantwortung als jemand Anderes, der eben kein Unternehmen gründet.
00:56:21: Er sorgt für die Schaffung von Arbeitsplätzen
00:56:23: usw.,
00:56:24: also er schafft damit auch im Endeffekt einen gesellschaftlichen Mehrwert, hoffentlich zumindest.
00:56:32: Also kommt natürlich dann am Schluss der Hoffnung unter dem drauf an oder sie da gründet.
00:56:38: aber an sich finde ich auch eine Gewinn-Xenierungsabsicht hinter einer Gründung nicht per se verwerflich und das ist dieses Unternehmerbild was sich in Deutschland so... negativ bewertet empfinde, dass mir wurde an der Uni auch gesagt ah du hast ja gegründet damit du reich wirst.
00:57:00: Das war zu einer Zeit wo ich wirklich von einem Hungerlohn gelebt habe.
00:57:06: Wo ich mir gedacht hab ey du bist Profi!
00:57:10: Du kriegst jeden Monat dein Professorengehalt überwiesen, egal wie es läuft.
00:57:15: Völlig egal wie's läuft bei anderen!
00:57:19: Und du unterstellst mir ich würde das ja nur machen um reich zu werden.
00:57:22: was ist hier eigentlich kaputt?
00:57:28: Das ist so weit verbreitet... Diese Missgunst, eben wie du auch sagtest.
00:57:33: Jemand der kein Unternehmen gegründet hat, er steht eher daneben und klatscht wenn ein anderes Unternehmen.
00:57:37: also ich habe es ja gesagt weil der ihnen nicht bereit war ins Risiko zu gehen und nicht bereit waren seine seinen Verdienst sein Lebensstandard infrage zu stellen.
00:57:50: das finde ich so so schade.
00:57:52: eigentlich müsste man allen so wie man den den Krankenschwestern zur Corona-Zeiten applaudiert hat eigentlich wäre jetzt für die Zeit mal dass man für alle Unternehmer und die bereit sind Verantwortung zu übernehmen, applaudiert vor allem in den wie es die letzten Jahre lief.
00:58:09: Hätte man sich doch mal ein Applaus verdient?
00:58:12: Ja ich glaube das passiert irgendwie und das wird wieder... Ich bin fest davon überzeugt, dass Menschen die Verantwortung übernehmen.
00:58:24: Dass das auch wieder gewertschätzt wird in Zukunft weil ich meine eines ist ja klar so wie es jetzt aktuell ist Kannst ja nicht auf ewig funktionieren.
00:58:34: Also irgendwie jeder weiß es, aber auch da keiner wagt, dass das zu ändern... Ich bin da total gespannt.
00:58:41: Zum Abschluss unseres Podcasts darf sich mein jeweiliger Gast immer etwas wünschen.
00:58:51: Drei Dinge eine gute Fee kommen vorbei und kann diese drei Dinge realisieren.
00:58:59: Das muss nichts.
00:59:02: Es muss nicht sein, was mit deinem Unternehmen zu tun hat.
00:59:04: Kann auch gesellschaftlich oder auch wirklich privat sein.
00:59:06: aber welche drei Wünsche hat Dr.
00:59:09: Auréa Zürner?
00:59:10: die Zukunft?
00:59:11: vielleicht mittel kurz und langfristig?
00:59:13: Also gegenseitiges wohlwollen würde ich mir viel mehr wünschen.
00:59:17: ist dass man sich miteinander freut und füreinander freut.
00:59:24: das würde ich mich wirklich wünscht geht eben auch in diese Richtung mit dem Unternehmertum und dem Bild von Unternehnertum, was man in Deutschland hat.
00:59:33: Dann wünsche ich mir eher Risikobereitschaft also mehr Experimentierfreude, mehr wieder die Möglichkeit des Scheiterns zulassen weil das finde ich immer am spannendsten.
00:59:48: wenn man wirklich experimentiert dann passieren tolle Sachen auch wenn manchmal Sachen in die Luft gehen.
00:59:56: Und daran können alle immer total viel lernen.
00:59:59: und das hängt zusammen mit dem Wunsch, positiv in die Zukunft zu gucken dieses Aufhören zu problematisieren.
01:00:06: Die Probleme, die wir jetzt haben anschauen sagen ja okay, die kennen wir sind auch nicht neu Die kriegen wir jetzt auch noch in den Griff und wieder nach vorne zu gucken, weil mich nervt dieser Pessimismus überall.
01:00:19: Dieses Problematisieren ist nervt.
01:00:21: Ich kann ja sagen es ist doch wunderschön dass hier so viele Probleme haben.
01:00:24: dann haben wir richtig viele Aufgaben die zu lösen.
01:00:27: das wäre nicht mehr auf jeden Fall wünschen.
01:00:28: das wär mein dritter großer Wunsch.
01:00:31: Nur weil du es gerade angesprochen hast.
01:00:33: das gesagt Scheitern zulassen Was bedeutet für dich scheitern?
01:00:37: Ist das ein Plan, den ich hatte, der nicht aufgeht.
01:00:39: Also kann sein dass ich mir vornehme irgendwie eine DINA IV Seite mit einer hübschen Schrift als schönen Brief zu schreiben und dann schaue ich mir die DINAA IV Seite an und sage oh meine Schrift ist so hässlich!
01:00:50: Das hat überhaupt nicht geklappt.
01:00:53: Bisschen zu... Dass sich sagt.
01:00:56: Ich habe versucht meinen Unternehmen aufzubauen Mit den Idealen für die ich stehe.
01:01:02: Ich schaffe es nicht, das Unternehmen so wirtschaftlich zu gestalten.
01:01:05: Es klappt nicht!
01:01:06: Ich muss zumachen oder ich muss das anders machen.
01:01:09: Muss irgendwas anders stellen?
01:01:10: Das ist für mich immer ... Scheitern geht bis zur Existenz glaube ich also... Für mich wäre auch scheitern wenn meine Ehe scheitert würde wovon ich mich ausgehe.
01:01:24: aber das wäre für mich auch ein Scheittern weil das was ist an das ich glaube und wenn es anders kommt als so wie Ich mir das vorgestellt habe, ist es ein Scheitern.
01:01:33: Würdest du, ich frage und vielleicht hört man aus der Frage schon meine Absicht sagen als du damals in einer Beratung gekündigt worden bist?
01:01:40: Das war ein Scheiter!
01:01:41: Ja
01:01:42: ja ich hab mich richtig richtig verletzt gefühlt weil ich habe mich aufgeopfert für diese Firma.
01:01:49: Ich habe so viel gemacht, so viele eingebracht neben Zeit auch an Ideen und Lösungen Bereitschaft, Konflikte mit Kunden die ich alleine irgendwie ausgekämpft habe.
01:02:00: Ich hab so viel gegeben und dann da so absolviert zu werden uns so hässlich wirklich so häßlich absolvieren zu werden das hat sich als Scheitern angefühlt weil ich da gearbeitet habe und gedacht habe ich kann ja meinen Teil dazu beitragen dass es anders ist.
01:02:17: Und da habe ich gemerkt Das konnte ich nicht!
01:02:19: Das war ein Scheiter.
01:02:21: für die Frage fort wenn das nicht passiert wäre Würden wir dann hier sitzen und würden über ein Unternehmen sprechen?
01:02:29: Nein, deshalb ist Scheitern völlig gut.
01:02:32: Also scheitern ist auch gut.
01:02:33: bei jedem Experiment.
01:02:34: also in meiner Doktorarbeitsphase habe ich super viele Experimente gemacht die aus den gescheiterten Experimenten hat man teilweise mehr gelernt als aus den erfolgreichen weil nur da hat man gesehen wo halt was schief läuft.
01:02:45: wenn alles gut läuft dann sieht man ja nicht wo es schiefläuft.
01:02:51: Ich wollte wissen Ich finde dich total interessant.
01:02:57: Liebe Aurelia, ich danke dir für deine Zeit!
01:02:59: Das hat mir große Freude bereitet.
01:03:03: Dein Unternehmen und deine Tätigkeiten verlinken wir in den Show notes so dass die Menschen auf dich zugehen können, die das spannend fanden und vielleicht dicht dein Unternehmen über Dienstlasten gerne in Anspruch nehmen möchten oder sich einfach informieren Hat mir große Freude bereitet und ich sage bis ganz
01:03:20: mal.
01:03:20: Vielen Dank, mir hat es auch viel Spaß gemacht.
01:03:22: Tschüss!
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